Stadtreinigung reformbedürftig

Hamburg: Eimsbüttel | Wenn Sie davon ausgingen, dass die Stadtreinigung in Hamburg in einer Hand liegt, dann haben Sie sich gewaltig geirrt. Kaum eine andere Aufgabe städtischen Lebens ist derart zersplittert, wie das Sauberhalten des Stadtbildes. Beginnen wir bei der Straßenreinigung, hierfür zuständig ist die Stadtreinigung Hamburg. Die Gehwegereinigung obliegt nur dann der Stadtreinigung, wenn dieser im Wegereinigungsverzeichnis aufgeführt ist, ansonsten ist der Hauseigentümer verantwortlich oder bei anliegerfreien Gehwegen das zuständige Bezirksamt. Straßenbegleitgrün wird von der Stadtreinigung Hamburg "mitversorgt", die Säuberung aller anderen Grünflächen fallen in die Zuständigkeit des Gartenbauamtes Hamburg oder in die bezirklichen Gartenbauämter. Und handelt es sich um Grünflächen im Umfeld einer Brücke ist das Amt für Straßen, Brücken und Gewässer in der Verantwortung. Was dieser Zuständigkeitswirrwarr zur Folge hat, kann sich jeder ausmalen oder erlebt es immer wieder, wenn die Verschmutzung stark sichtbar wird oder im Winter Wege nicht geräumt werden. Solche Defizite werden oftmals damit begründet, dass nicht genügend Finanzmittel zur Verfügung stünden. Doch könnte diesem Mangel schnell abgeholfen werden, wenn die Stadtreinigung zentralisiert würde, wodurch erhebliche Kosten eingespart werden könnten. Es gibt Städte, wie z.B. Frankfurt, die es vorgemacht haben - mit sichtbarem Erfolg. Es ist an der Zeit, dass sich Politik und Verwaltung einer Reform der Stadtreinigung in Hamburg annehmen. Sonst könnte die wachsende Verschmutzung unserer Stadt bald zu einem ernsten Problem werden.
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