So soll das Isebek-Domizil aussehen

So soll das Gebäude vom Kaiser-Friedrich-Ufer aus aussehen. Skizze: APB

Investor stellte Pläne für Wohnhaus am U-Bahnhof Hoheluftbrücke vor

Für die einen ist es schlicht ein Gebäude, für andere ein Koloss. So gut wie sicher ist: Das Wohnhaus am U-Bahnhof Hoheluftbrücke in Eimsbüttel wird gebaut. 71 Wohnungen sollen in dem siebengeschossigen Bau entstehen, davon 30 als Apartments für Studenten. Ins Erdgeschoss sollen ein Supermarkt und eine Drogerie einziehen. 40 Tiefgaragenplätze, 110 Abstellplätze für Fahrräder, ein Gartenhof neben dem Gebäude für die Bewohner - soweit die Grundzüge. Der Investor Bauplan Nord stellte seine Pläne erstmals öffentlich vor - etwa 130 Bürger kamen zu der Veranstaltung.
Dass es ein konfliktfreier Abend wird, war kaum zu erwarten. Schließlich tobte um das Grundstück in den vergangenen Jahren ein erbitterter Streit – zwei Bürgerbegehren und ein Bürgerentscheid wurden erfolgreich gegen eine Bebauung angestrengt. Die Isebek-Initiative kämpfte bis zuletzt. Gebaut wird trotzdem. Im Mai erteilte das Bezirksamt dem Investor einen Bauvorbescheid - der Bauantrag soll Anfang nächsten Jahres eingereicht werden.
Harald Duchrow, Sprecher der Isebek-Initiative, gab nochmal Kontra: "Sie sind hier nicht willkommen. Die Bürger wollen das Gebäude nicht", sagte er zu Torsten Koch, Geschäftsführer von Bauplan Nord. Gelächter aus dem Publikum. Einige rufen: "Das stimmt nicht." Für seine Replik bekommt Koch Applaus.
Das wohl kurioseste Lob bekam die Initiative von Bezirksamtsleiter Torsten Sevecke. Er dankte Duchrow dafür, dass statt Büros und Geschäften nun Wohnungen am Bahnhof entstehen. "Die brauchen wir hier - wir waren vorher, glaube ich, auf dem falschen Weg", so der Behördenchef. Dabei wird er von der Initiative am meisten kritisiert, da in deren Lesart das Amt nach dem Bürgerentscheid zunächst untätig geblieben sei und dann die neuen Pläne "im Geheimen" und "überfallartig" einfädelt habe.
Für Überraschungen war der Abend somit allemal gut.

Neuer Anlauf für den Vorplatz?
Warum passiert nichts am Vorplatz des U-Bahnhofs und am Wendehammer, wenn an der Ecke schon gebaut wird? Diese Frage stellten Bürger immer wieder. Antwort des Bezirksamts: Wegen des Bürgerentscheids. So lange die Politik nichts beschließe, bleibe das Amt passiv. Doch da gibt es nun offenbar Bewegung: SPD-Fraktionschef Rüdiger Rust sprach sich dafür aus, auch den Platz zu gestalten. Das hatten die Sozialdemokraten bisher stets abgelehnt. Auch Roland Seidlitz (GAL) ist für einen neuen Anlauf. Ist das rot-grüne Regierungsbündnis dafür, gibt es nun offenbar Chancen. Im Sommer hatte sich bereits die Linke für eine Gestaltung des Bahnhofsvorbereichs stark gemacht, war mit ihrem Antrag in der Bezirksversammlung aber noch abgeblitzt.
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2 Kommentare
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Hartmut Obens aus Eimsbüttel | 07.12.2011 | 16:46  
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Claas de Wolff aus Eimsbüttel | 08.10.2013 | 15:51  
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