Singen gegen die Kälte

Anwohner des Moorkamps 29 nahmen bei eisigen Temperaturen am „Lebendigen Adventskalender“ der Eimsbütteler Kirchengemeinden teil und hatten ein kleines Musikprogramm für die Gäste organisiert. Später gab es im frostfreien Treppenhaus Tee, Gebäck und Gespräche. Links: Mit-Organisator Jörg Hasse. (Foto: rs)

„Lebendiger Adventskalender“: Ein Besuch in Eimsbüttel

Reinhard Schwarz, Eimsbüttel – Nichts für Warmduscher: Es war eiskalt bei der kleinen Adventsfeier im Moorkamp 29 in Eimsbüttel. Vor der Tür hat sich eine kleine Gruppe von 20 Menschen eingefunden, um das 14. Türchen beim „Lebendigen Adventskalender“ zu öffnen. Bei eisigen Minusgraden sangen sie „Alle Jahre wieder“ oder „Leise rieselt der Schnee“. Besinnliche vorweihnachtliche Momente mit Menschen aus dem Stadtteil verbringen: Das war die Idee der Aktion.
Selbst aus dem fernen Stellingen war ein Gast samt Ehefrau angereist: Wilhelm Aufsfeld, der sich selbst als „kälteresistent“ bezeichnete. Seine Frau hatte die Idee, hinzugehen, und so sei er ebenfalls mitgekommen: „Ich finde das mit dem ‚Lebendigen Adventskalender’ eine nette Idee. Advent bedeutet für mich jedes Jahr aufs Neue die Einstimmung auf Weihnachten.“
Einer der Gastgeber vom Moorkamp war Jörg Hasse, der seine Nachbarn angesprochen hatte, sich an dem „Lebendigen Adventskalender“ zu beteiligen. Und so wurden Lieder zu Gitarre und Akkordeon einstudiert, eine Weihnachtsgeschichte und ein passendes Gedicht geschrieben. Andere backten Kekse, die später den Gästen zum heißen Tee gereicht wurden. Die Kerngruppe mobilisierte weitere Mitbewohner. Hasse: „Ich finde es eine gute Idee, zum Advent mit anderen zu singen und Geschichten zu erzählen.“
Doch allzu lange wurde vor der Tür nicht musiziert und gesungen. Bald schon zog es Gäste und Gastgeber ins frostfreie Treppenhaus. Hier war es zwar auch nicht gerade wohnzimmerwarm, aber es gab heißen Tee und Kekse – und viele, viele Gespräche.
Die Aktion „Lebendiger Adventskalender“ ist von den Kirchen in Eimsbüttel ins Leben gerufen worden. Noch bis zum 23. Dezember wird jeden Abend ab 19 Uhr an einem anderen Ort gefeiert werden.
Die nächsten Treffpunkte: 20. Dezember: Dorothea ter Haseborg, Helene-Lange-Straße 10; 21. Dezember: Annika Paasman, Bogenstraße 10; 22. Dezember: Nicole Schlenstedt, Tresckowstraße 5; 23. Dezember: Perlick, Hohe Weide 6.
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