Sie wollen wieder auf den Telemichel

Setzen sich seit Jahren für die Wiedereröffnung des Fernsehturms ein: Das Ehepaar Strauch in der Bismarckstraße. (Foto: Calvi)

Wie Winzer Heinfried Strauch für die Wiedereröffnung des Fernsehturms kämpft

Jenifer Calvi, Karolinenviertel

Der Heinrich-Hertz-Turm am Messegelände – ach was war das damals schön, im 360-Grad-Café im Fernsehturm zu sitzen und bei Limo und Käsekuchen mit Oma und Opa den Ausblick auf die Hansestadt zu genießen! Heute erinnert sich zwar jeder Hamburger über 40 gern an „seinen“ Fernsehturm, aber eine Wiedereröffnung ist noch nicht in Sicht. Es gibt aber durchaus Chancen.
Das ist sicherlich auch Menschen wie Heinfried Strauch zu verdanken. Er gehört zu denjenigen, die immer an die Wiedereröffnung glaubten und den Turm immer wieder zum Thema machten. Strauch ist Mitbegründer der Stiftung „Fernsehturm Hamburg Aufwärts“ und Chef eines Weinhandels in Eimsbüttel. Der gebürtige Rheinland-Pfälzer kennt den Werdegang des „Telemichels“ in- und auswendig: „In den 90er Jahren wegen Asbest entkernt, seit 2001 für die Öffentlichkeit geschlossen“,
erklärt er. Der sechsthöchste Turm Deutschlands steht unter Denkmalschutz. Rundherum wurde in den letzten Jahren gebaut und investiert: Messegelände neu, Hotels neu, Gastronomie neu, Parkplätze neu.
Wieso baut Hamburg für fast eine Milliarde Euro die Elbphilharmonie, bekommt aber kein Dreh-Cafe hin? Das wollten Strauch und seine Mitstreiter auch nie akzeptieren, machten Vorschläge und reichten Baupläne ein. Derzeit sieht es so aus, als spiele die Stiftung bei den Plänen keine Rolle mehr. Das Konzept sah unter anderem vor, Geld durch Crowdfunding, also über Spenden von Hamburgern, reinzubekommen. Nun übernehmen wohl der Bund und Hamburg die Kosten für Umbauten im Turm.
Die Hoffnung auf eine Wiedereröffnung gibt der Eimsbüttler Wein- und Sekthändler nicht auf: „In zwei Jahren feiere ich dort oben meinen 60. Geburtstag“, ist er zuversichtlich.

❱❱ www.stiftung-fernsehturm.de/
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