Sie wollen Parkplätze in Eimsbüttel

Parkplatz-Stammtisch in Eimsbüttel, noch ist die Runde sehr übersichtlich: Stephan Zieriacks, Gerhard Stroh- ecker, Erni Pinnow, Silke Kuchenbäcker und Sven Kanter (v.l.) wollen ihre alten Parkplätze zurück. (Foto: ar)

Eimsbütteler Marktplatz: Anwohner tun sich gegen das im Dezember verhängte Parkverbot zusammen

Von Anne Rose, Eimsbüttel – Wir wollen unsere guten alten Parkplätze zurück“, fasst Stephan Zieriacks zusammen. Fünf Eimsbütteler - ein Ziel:Das jüngst verhängte Parkverbot rund um den Eimsbütteler Marktplatz soll fallen. Nun gibt es einen regelmäßigen Stammtisch, Aktionen sollen folgen.
Rückblick:Seit Ende 2011 ist das Parken rund um die Schleife Eimsbütteler Marktplatz und Kieler Straße verboten. Polizei und Bezirksamt Eimsbüttel begründeten den Schritt unter anderem damit, Schulkinder besser zu schützen und Schäden an Straßen und Gehwegen zu verhindern – das bedeutete das Aus für die seit Jahrzehnten bestehenden Parkzonen.
„Das sind fadenscheinige Begründungen“, ärgert sich Zieriacks. „Die wahren Gründe liegen doch in der gegen die Autofahrer gerichteten Politik der Grünen. 1.000 geplante Fahrradbügel? Da werden noch einige Schikanen kommen.“
Silke Kuchenbäcker nickt: „Auch uns ist Umweltschutz sehr wichtig. Aber gerade darum ist der Parkplatzsuchverkehr mit dem ewigen Herumfahren ja so schlimm“. Der 53-jährigen Verwaltungsangestellten ist die Anspannung anzusehen, sie wäre schon mit weniger zufrieden als Zieriacks: „Wenn wenigstens nachts das Parken wieder erlaubt wäre.“
Genau wie sie hat auch der Lehrer Sven Kanter (52) durch das Wochenblatt von der Stammtisch-Gründung erfahren. Zusammen mit der Rentnerin Erni Pinnow (69) und Gerhard Strohecker (64) planen sie, aktiv zu werden. Ein biss-chen enttäuscht über die geringe Resonanz auf den Stammtisch-Aufruf sind sie schon. „Aber je mehr Parkplätze verschwinden, desto größer wird der Stammtisch“, ist sich Stroh-ecker sicher „Hoffentlich können wir uns dann mit anderen zusammenschließen.“
Am Ende des Abends stehen auch die nächsten Schritte fest: ein regelmäßiger Stammtisch und eine Flugblatt-Aktion sind geplant, um mehr Anwohner und Medien aufmerksam zu machen. Stephan Zieriacks hat sich außerdem direkt an den Bürgermeister gewandt. Eine Antwort steht noch aus.

Nächstes Treffen
Wer selbst mitmischen möchte: Das nächste Stammtisch-Treffen ist am Donnerstag, 23. Februar, ab 19 Uhr in den Lehmitz-Weinstuben, Faberstraße 21. Vorab hilft Gerhard Strohecker unter S 851 45 66.
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