Sie setzen sich für Muslime an der Uni ein

Sie setzen sich für die Interessen muslimischer Studierender ein: Das Team der Islamischen Hochschulgemeinde an der Uni Hamburg. (Foto: ar)

Vorgestellt: Die Islamische Hochschulgemeinde Hamburg

Anne Rose, Eimsbüttel – Mit rund 39.000 Studierenden ist die Universität Hamburg eine der größten Unis in Deutschland. Besonders Studienanfänger haben es da oft schwer, sich im hektischen Uni-Alltag zurecht zu finden. Die Islamische Hochschulgemeinde (IHg) wurde 1999 gegründet, um die Interessen der mittlerweile über 3.000 muslimischen Studierenden an den Hamburger Hochschulen zu vertreten. Was macht die Gruppe?
Der Vorstand der IHg besteht aus zehn Frauen und zehn Männern. In jedem Semester werden verschiedene Angebote organisiert, die auch interessierten Oberstufenschülern den Start an die Uni erleichtern sollen. Besonders beliebt sind große Veranstaltungen wie das Iftar-Essen, das Fastenbrechen zum Ramadan, an dem im letzten Jahr über 500 Personen teilnahmen. „Das ist mittlerweile eine Tradition, zu der auch viele ehemalige Studenten kommen. Man trifft alte Freunde und kann neue Leute kennenlernen“, erzählt der Vorsitzende Baki Ince.
Auch die Islamische Kunst- und Kulturwoche, Seminare, Lerngruppen, Projekte zum Umweltschutz und Spendenaktionen, im letzten Jahr für ein Brunnenprojekt in Somalia, gehören zum Angebot. Zudem arbeitet die IHg mit anderen Hochschul- und Religionsgemeinschaften sowie dem Allgemeinen Studierendenausschuss zusammen.
Trotz der guten Vernetzung, auch über eine eigene Facebook-Gruppe im Internet, hat die IHg noch immer mit einigen Problemen und Vorurteilen zu kämpfen. „Wir würden uns zum Beispiel wünschen, dass in den Mensen der Uni Halal-Essen angeboten wird, also Lebensmittel nur mit solchen tierischen Produkten verwendet werden, die nach islamischem Ritual geschlachtet wurden“, so Ince.
„Diskriminierungen sind an der Uni zum Glück selten. Frauen, die das Kopftuch tragen, werden manchmal komisch angesehen und es ärgert uns, wenn Vorwürfe aus den Medien aufgenommen werden, wie gerade erst die Koranverteilungen, und undifferenziert an uns gerichtet werden. Aber je mehr und länger wir mit anderen Gruppen zusammenarbeiten, desto weniger Probleme gibt es.“
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