Schutz für begehrte Wohnviertel – wird was draus?

In begehrten Wohnvierteln soll es strengere Regeln für Immobilienbesitzer geben.

Wie das Bezirksamt endlich mehr für Bewohner von Eimsbüttel und Stellingen tun soll

Das Schanzenviertel hat’s, Eimsbüttel-Süd auch – doch ein Milieuschutz für andere begehrte Stadtteile stockt. Das Elbe Wochenblatt beantwortet die wichtigsten Fragen.

Worum geht es?
Mit einer sogenannten sozialen Erhaltungsverordnung will die Bezirkspolitik Immobilien-Spekulation und massive Aufwertung in begehrten Stadtteilen bremsen. Die Bewohner sollen vor Verdrängung geschützt werden.

Wie geht das?
Im Kern wird Luxusmodernisierungen und dem Trend zu (teuren) Eigentumswohnungen ein Riegel vorgeschoben. Zudem soll verhindert werden, dass immer mehr Mietwohnungen in (teure) Eigentumsdomizile umgewandelt werden. Das Bezirksamt redet nach Erlass der Vordnung im Prinzip bei allen Abrissen, Grundrissveränderungen und aufwändigen Sanierungen mit.

Woran hakt es in anderen Vierteln?
An fehlendem Personal, um das aufwändige Verfahren zu bearbeiten. Für Eimsbüttel-Süd dauerte es knapp fünf Jahre, bis die Verordnung in Kraft trat. Die Bezirkspolitik hat bereits im Frühjahr 2012 beschlossen, solche Schutzschirme auch für das nördliche Eimsbüttel, Hoheluft-West und Teile Stellingens zu erlassen. Doch da ging es bisher nicht voran.

Und nund wird’s besser?
Mal sehen. Zumindest gibt es ab Januar im Bezirksamt eine halbe Stelle mehr für die Aufgabe. Die zuständige Fachkraft soll das Verfahren Eimsbüttel-Süd betreuen und die geplanten Erlasse für die anderen Stadtteile vorbereiten. Klar ist: Das wird voraussichtlich einige Jahre dauern, in denen sich die Negativtrends auf dem Miet- und Eigentumsmarkt weiter verstärken dürften.
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1 Kommentar
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Fran Kee aus Eimsbüttel | 19.12.2014 | 15:29  
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