Schule Kielortallee: Nun wird ganz neu geplant

Schule Kielortallee: Hier sollte ein Anbau hin, der aber den Schulhof stark verkleinert hätte. Die Planungen wurden gestoppt und sollen gemeinsam mit Eltern und Schulleitung neu begonnen werden.

Ausbau und Sanierung: Eltern und Schule wollen die Planungen verbessern

Manchmal haben Planungsfehler auch was Gutes. Weil irgendjemand in der Schulbehörde oder im Bezirksamt Eimsbüttel etwas übersehen hat, wurden die Baupläne für die Schule Kielortallee über den Haufen geworfen. Jetzt wird ganz neu geplant, Elternrat und Schulleitung finden das gut!
Der Reihe nach: Die Schule Kielortallee in Eimsbüttel braucht mehr Platz. Geplant waren ein Anbau, ein neuer Trakt mit zwei Sporthallen und die Altbau-Sanierung. Im Frühjahr 2013 sollte es losgehen. Doch im Herbst stellte sich heraus, dass es nicht so klappt wie vorgesehen. Wegen eines Planungsfehlers hätte der Anbau im hinteren Bereich des Schulhofs um etwa fünf Meter verschoben werden müssen – wertvolle Fläche auf dem ohnehin schon ziemlich kleinen Schulhof wäre so verloren gegangen. Der Elternrat lehnte diese Pläne ab, mit Erfolg.
Die Schulbehörde und Schulbau Hamburg, im Prinzip die ausführende Gesellschaft, wollen nun einen neuen Anlauf nehmen. Am Mittwoch (12. Oktober) gibt es einen Workshop mit Vertretern der Behörden, mit Bauplanern, Architekten, Elternvertretern und Schulleitung. „Ziel des Workshops ist es, zusammen mit den Ideen, Wünschen und Zielen der Schulleitung, Lehrer und Eltern, die neue Aufgabe für den Architekten gemeinsam zu formulieren und darauf basierend eine neue Planung zu beginnen“, so Daniel Stricker, Sprecher der Finanzbehörde, zu der Schulbau Hamburg gehört.
Aus Elternsicht ist dabei vor allem der Schulhof wichtig: „Wir wollen dort möglichst viel nutzbaren Raum erhalten“, sagt Arnold Stark vom Elternrat. Zudem soll endlich ein Zugang zu einem zusätzlichen Pausenhof entstehen. Die Fläche an der Halle Bogenstraße ist bereits fertig, die Schüler müssen aber einen umständlichen Umweg entlang der Straße gehen. Verhandlungen über einen Zugang direkt von der Schule aus scheiterten bisher.
Die neue Planungsrunde verzögert zwar den Baubeginn. Aber Stark und der Elternrat sehen sehen darin „eine Chance, die Planung zu verbessern“. Die vorgesehenen 17 Millionen Euro sollen laut Behörde weiterhin zur Verfügung stehen.

Ganztagsschule

Große Pläne gestoppt, aber es wird derzeit trotzdem gebaut. Denn im Sommer 2013 startet der Ganztagsbetrieb an der Schule Kielortallee. Bis dahin soll eine Kantine mit 120 Plätzen im Keller fertig sein. Derzeit besuchen 380 Kinder die Schule – schätzungsweise 260 werden an dem offenen Ganztagsangebot teilnehmen.
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