Schule für „Reichsbürger“ in Eimsbüttel?

Links zu "Reichsbürger"-Inhalten auf der Internetseite der Nachhilfeschule (Screenshot).

Verfassungsschutz warnt vor Nachhilfeschule in der Fettstraße

Der Hamburger Verfassungsschutz warnt vor der Nachhilfeschule Dyck in Eimsbüttel, zu deren Angeboten offenbar auch Inhalte der „Reichsbürger“-Szene gehören. Anhänger dieser Richtung werden teilweise als rechtsextremistisch und verfassungsfeindlich eingestuft.
Das Privatinstitut von Martina Dyck in der Fettstraße wirbt unter anderem mit Nachhilfe in verschiedenen Sprachen, klassischer Literatur, Mathematik und „wahrer Geschichte“. „Germanische Mythologie“ sei geplant. Mehrere Links verweisen auf die Internetseite „Staatenlos“, die als zentrale Informations- und Meinungsplattform der „Reichsbürger“-Szene gilt. Weiter sind bei der Schule Dyck in der Szene gängige Schlagworte wie „CO2-Lüge“, „Chemtrails“ und „Zwangsimpfung“ auf der Homepage aufgelistet.
„Reichsbürger“ zweifeln die Rechtmäßigkeit der Bundesrepublik Deutschland an, lehnen deren Verfassungsorgane und das staatliche Gewaltmonopol ab. Sie gelten als verfassungsfeindlich. In Hamburg werden Anhänger dieser rechtsextremistischen Szene seit vorigem Jahr verstärkt beobachtet. Bundesweit machten bewaffnete „Reichsbürger“ Schlagzeilen, die Polizisten angegriffen hatten, zum Beispiel bei einem Vorfall in Bayern.
Das Nachhilfeinstitut Dyck wurde eigenen Angaben zufolge 2008 in Eimsbüttel gegründet. Anfangs an der Osterstraße beheimatet, hat die Schule seit Sommer 2016 Räume in der Fettstraße.
Über mehrere Jahre gab es offenbar eine Kooperation mit der Boxsparte des Eimsbütteler Turnverbands (ETV). Der Verein distanzierte sich mittlerweile von der Kooperation und der politischen Ausrichtung der Schule.
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