Schüler- und Eltern-Proteste: Kritik an Nachmittagsbetreuung am Gymnasium Altona

Hamburg: Ottenser Marktplatz |

Der Prellbock, der vor dem Altonaer Bahnhof aufgestellt wurde, bedeutet: Jetzt ist Schluss! Empörte Eltern des Gymnasiums Altona protestieren vor dem Altonaer Bahnhof für eine bessere Betreuung ihrer Kinder.

Die “neue offene Ganztagsschule” (GBS) soll im Wesentlichen eine Nachmittagsbetreuung an Grundschulen sicherstellen. Die Betreuung der Schüler bis zur Vollendung des 14. Lebensjahrs war zuvor durch Horte erfolgt. Jetzt gibt es eine flächendeckende Ganztagsbetreuung an Grundschulen. Dort sind die Schüler zwischen 6 und bis zu 11 Jahre alt. – Was ist nun mit den Kindern zwischen 11 und 14 Jahren, die bisher durch Horte betreut wurden?

Eigentlich sollten benachbarte Grundschulen die Betreuung dieser Schüler übernehmen, aber dies in vielen Fällen offenbar nicht geschehen, auch da die GBS-Grundschulen kaum über ausreichende Mittel für die Grundschüler verfügen. Auch an den GBS-Schulen gibt es kritische Stimmen aufgrund einer mangelhaften Ausstattung.
Die Schüler an den weiterführenden Schulen wurden bei der Einführung von GBS offenbar zunächst ganz vergessen, die Planungen für eine Betreuung begannen spät, und es wurde häufig nicht ausreichend Geld für die Betreuung bereitgestellt.

Dieses Problem sehen auch Eltern von Schülern des Gymnasiums Altona. Der Hort aus der „Motte“ betreute zunächst die Kinder des Gymnasiums. Diese Betreuung wurde von der Schule offenbar gekündigt, da zu wenig Geld zur Verfügung stand. Nach den Herbstferien soll die Betreuung der Kinder nun an der Schule erfolgen – dem Vernehmen nach durch Honorarkräfte statt durch Erzieher. Eltern des Gymnasiums finden das Konzept nicht annähernd zufriedenstellend, auch reichen die Gelder nicht aus, um eine vernünftige, kindgerechte Betreuung zu gewährleisten.

Die Eltern haben vor dem Bahnhof Altona in den vergangenen Tagen bereits Aktionen organisiert. Ein Prellbock wurde aufgebaut, mit Trassierband wurden die kleinen überfüllten Klassenräume dargestellt, Unterschriften wurde gesammelt …
In der Nacht auf Samstag gab es gar eine Mahnwache.

Der nächste größere Aktionstag findet am Donnerstag, den 26. September zwischen 15.00 und 18.00 Uhr vor dem Bahnhof Altona statt. Alle Eltern von Ganztagsschulen sind zur Unterstützung aufgerufen. Einige Schulen haben sich bereits mit den Eltern des Gymnasiums Altona solidarisiert.
Ob es am Donnerstag schon ein Signal aus der Schulbehörde für eine bessere Schülerbetreuung geben wird?


Kontakt zu den protestiereden Eltern: GBS-Altona{at]t-online.de
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