Schrotträder - Wo bleibt die Stimme des ADFC?

Hamburg: Eimsbüttel | An diesem Wochenende konnte ich die Männer von der Stadtreinigung beobachten, wie sie mit der Flex Schrotträder, die teilweise schon Jahre an der Hohenluftbrücke abgestellt waren, vom Brückengeländer, den Lichtmasten oder auch Fahrradständern abtrennten und zur Entsorgung vorbereiteten. Es ist eine Aktion, die in ganz Hamburg durchgeführt wird und für die letztlich der Steuerzahler aufkommen muss. Ich finde es bedauerlich, dass es erst soweit kommen musste, weil keiner dieser Eigentümer es für notwendig hielt, Verantwortung zu übernehmen. Es ist ja auch viel bequemer und kostensparender, sich auf den städtischen Entsorger zu verlassen, der jetzt den Schrott entfernt, nachdem dieser zuvor nicht nur Stellplätze blockierte, sondern auch das Stadtbild verschandelte. Aufgefallen ist mir nur, dass ich zu diesem Problem keine einzige Wortmeldung des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) gehört oder gelesen habe - von einem Verein, der sich ansonsten als Lobbyist der Fahrradfahrer wortstark für deren Interessen einsetzt. Aber wahrscheinlich liegt es daran, dass sich der Verein keine Feinde im eigenen Lager machen möchte. Schade eigentlich, denn ein bundesweiter Aufruf, auch Eigeninitiative der Fahrradeigentümer einzufordern, hätte dem Verein gut zu Gesicht gestanden und seine Glaubwürdigkeit untermauert.
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2 Kommentare
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MichaelMichael Kleine-Möllhoff aus Altstadt | 19.12.2012 | 09:38  
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Günter Dorigoni aus Eimsbüttel | 19.12.2012 | 12:50  
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