Schlachterei Böcke: Plötzlich ist der Laden zu

Ende einer Eimsbütteler Institution: Die Fleischerei Böcke an der Sillemstraße ist dicht.

Kunden wundern sich über die Schließung des Eimsbütteler Traditionsgeschäfts

Die Schlachterei Böcke ist dicht, Kunden wundern sich. Erst am letzten Verkaufstag erfuhr Sabine Kosmidis wie viele andere, dass der Betrieb schließt. Böcke an der Sillemstraße ist seit Jahrzehnten ein Name in Eimsbüttel. Und dann das Aus, still und leise? „Warum muss das bei so einem guten Geschäft heimlich geschehen?“, fragt Kosmidis.
Eine Antwort hat Inhaber Rüdiger Rose auch nicht so recht. Beschlossen habe er den Schritt bereits vor etwa einem halben Jahr. „Die Angestellten wussten Bescheid, aber warum hätte ich groß darüber informieren sollen?“, fragt der Fleischermeister zurück. Ausschlaggebend waren für ihn betriebliche Gründe. Er will sich auf seine Filialen im Mercado in Ottensen und in Eilbek konzentrieren. Drei Betriebe zu führen sei ihm auf Dauer zu viel. An mangelndem Umsatz oder an Problemen in Eimsbüttel habe es nicht gelegen.
Er würde die Fleischerei an einen Nachfolger übergeben, gefunden hat er noch keinen. Derzeit laufen aber Gespräche mit einigen Interessenten.
Rose selbst hatte den Betrieb vor vier Jahren vom Namensgeber und Gründer Heinz Böcke übernommen, dann noch investiert an der Sillemstraße. Wenn er keinen Fleischer als Nachfolger findet, ist sich Rose sicher, dass er die Räume so oder so los wird. Anfragen gebe es derzeit genug.
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Udo Krüger aus Eimsbüttel | 08.05.2012 | 18:16  
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