Schimmel in der Wohnung - zäher Streit mit dem Vermieter

Corinna K. hat Asthma, ihre Wohnung ist anhaltend feucht. Der Gesundheitszustand der Stellingerin hat sich seit ihrem Einzug im Herbst 2013 stark verschlechtert. Sie sucht dringend eine neue trockene Bleibe.

Wie die Mieterin einer Genossenschaft seit Monaten um Verbesserungen ringt

Sie braucht dringend eine trockene Wohnung, weil sich ihr Gesundheitszustand stark verschlechtert hat. Corinna K. hat Asthma. Doch in ihrer Wohnung ist es anhaltend feucht, offenbar wegen baulicher Mängel des Hauses. Seit Monaten ringt K. mit dem Vermieter um Verbesserungen.
Im Oktober 2013 ist K. in eine Wohnung der Baugenossenschaft Hamburger Wohnen nahe der Kieler Straße in Stellingen eingezogen. Die Frührentnerin war erleichtert, endlich etwas Passendes gefunden zu haben. Doch dann das: „Bei meinem Einzug fiel mir auf, dass die Wohnung offen sichtbar großflächig verschimmelt ist“, erzählt die Mieterin. Sie zeigt Fotos. Schwarze Punkte auf den Wänden, an vielen Stellen.

„Schimmel wird immer nur mit Farbe überstrichen“


Die Baugenossenschaft Hamburger Wohnen widerspricht. Die Wohnung sei schimmelfrei übergeben worden, sei auch heute nicht feucht oder schimmelig, antwortet der Vorstand auf eine Anfrage des Elbe Wochenblatts. K. hat den Mieterverein zu Hamburg eingeschaltet, um Verbesserungen zu erreichen. „Der Schimmel wird immer nur mit Farbe überstrichen“, sagt sie.
Seit Monaten gibt es ein Hin und Her zwischen Mieter und Vermieter. Im Frühsommer kam ein Gutachter im Auftrag der Baugenossenschaft zu dem Schluss, dass in der Wohnung ein behagliches Raumklima herrsche. Bemerkenswert: Der Fachmann betont, dass die Mieterin ausreichend lüfte. Nun heißt es von der Genossenschaft: Die Mieterin lüftet nicht gut oder nicht genug.

Die Genossenschaft weist die Kritik zurück

K. selbst hat über den Mieterverein ein Gutachten erstellen lassen. Kernaussage: bauliche Mängel sind Schuld an der Feuchtigkeit in ihrer Wohnung. Zum einen seien Dämmplatten (Kalzium-Silikat-Platten) an den Wänden nicht fachgerecht angebracht worden, so dass sich zwischen diesen Platten und dem Mauerwerk vermutlich Kondenswasser sammele. Zum anderen sei das Mauerwerk des 50er-Jahre-Baus an der Außenseite nicht genügend gegen Regen geschützt. So dringe ebenfalls Feuchtigkeit ins Innere.
Die Genossenschaft weist die Kritik zurück. Aber: Es soll im Laufe des Jahres etwas am Giebel des Hauses gemacht werden.
Corinna K. hofft auf eine neue Wohnung. Sie hat mehrere Angebote erhalten. Nur: Bisher war keine passende dabei. „Ich brauche eine trockene Wohnung, ich will einfach nur leben können“, sagt sie.

Wer hilft?
Corinna K. sucht nach einer einfachen kleinen Wohnung. Sie hat einen Dringlichkeitsschein, sie bezieht eine Frührente. Bis zu 400 Euro Warmmiete sind für K. bezahlbar. Wer etwas anbieten kann, meldet sich bitte beim Elbe Wochenblatt.
E-Mail: post@wochenblatt-redaktion.de
Stichwort: Wohnungssuche
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