Schanzenhof: Protest gegen neues Hostel

Alte Mieter raus, neue Mieter rein: Etwa 120 Menschen demonstrierten gegen die Eröffnung des Hostels Pyjama-Park in den Räumen des ehemaligen Schanzensterns. (Foto: JOTO)

Demo vor ehemaligem Schanzenstern / Sorgen um das 3001

Das neue Hotel und Hostel im Schanzenhof hat vor ein paar Tagen eröffnet, der Protest dagegen geht weiter. Vorigen Sonnabend in der Bartelsstraße: Etwa 120 Menschen machten mit Topfdeckeln, Trompeten und Rasseln ihrem Unmut Luft. Die Aktion richtete sich gegen das neu eröffnete „Pyjama Park“ Hotel von Stephan Behrmann und das Vorgehen des Schanzenhof-Besitzers Maximilian Schommartz (HWS Immobilien).

Schikaniert der Eigentümer das Kino 3001?

Aktivisten aus dem Viertel werfen Behrmann vor, das ehemalige Hotel und Restaurant Schanzenstern verdrängt zu haben. Schommartz wird wegen Mieterhöhungen und den angestrebten Veränderungen im Schanzenhof kritisiert. Beide weisen die Vorwürfe zurück.
Aktuell dreht sich der Konflikt um das Kino 3001, wie ehemals der Schanzenstern oder die Drogenberatungsstelle Palette ein Erstmieter im Hof. HWS Immobilien untersagte dem Kino, den Innenhof zu nutzen und forderte die Betreiber auf, unter anderem Tische, Stühle und Schaukästen zu entfernen. Das Kino sieht sich dadurch und durch „Schikanen gegenüber Besuchern“ in der Existenz bedroht. Vom Schanzenhof-Eigentümer wurde auch mit einer fristlosen Kündigung gedroht.
Schommartz widerspricht Behauptungen, dass er das Kino loswerden wolle. Das 3001 hat noch einen Vertrag bis 2021. „Unsererseits könnte ein langfristiger Vertrag längst unterzeichnet sein. Leider verweigert sich der Hauptgesellschafter des Kinos seit Monaten beharrlich unseren Gesprächsangeboten“, so der Investor.
Jens Meyer vom Kino 3001, das mit anderen den Protest im Hof aufrecht erhält, wiederum zweifelt an der Verbindlichkeit und Verlässlichkeit von Schommartz’ Aussagen. „Aufgund unserer bisherigen Erfahrungen mit Herrn Schommartz wollen wir ein schriftliches Angebot zur Verlängerung des Vertrags. Dann sehen wir uns das an“, so Meyer.
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