Schanzenhof: Neustart mit Pizza

„Ich mag eine gute Nachbarschaft. Ich hoffe, dass sich das hier beruhigt.“ Jill Bittner (32) ist die Betreiberin der neuen Gastronomie im ehemaigen Schanzenstern.

Jill Bittner will sich im ehemaligen Schanzenstern den Traum von einer eigenen Gastronomie erfüllen

Sie hat den Konflikt um den Schanzenhof aus der Ferne verfolgt, nun sitzt sie im gleichen Boot wie Stephan Behrmann. Obwohl der Hotelier bei dem ganzen Unternehmen am Steuer steht. Jill Bittner ist die neue Betreiberin des Restaurants im ehemaligen Schanzenstern in der Bartelsstraße. Von den Auseinandersetzungen um den Hof, die Kündigungen und den Streit um die Schuld distanziert sie sich. Mittendrin ist sie trotzdem: Es gibt immer wieder Protestaktionen, Scheiben werden eingeworfen, Graffiti an die Wände gesprüht. Bittner hat mit ihrer Tochter dann bunte Kreide genommen und Sonnen, Peace-Zeichen und Herzchen an die Spanplatten gemalt. Man mag das naiv finden.
Die 32-Jährige will sich hier ihren Traum von einer eigenen Gastronomie erfüllen. Gut zehn Jahre kennt sie schon Stephan Behrmann, von dem sie die Res-taurant-Fläche im Erdgeschoss gemietet hat. Sie spricht leise, hält immer wieder inne, um nach Worten zu suchen, „Bitte“ kommt typisch hamburgisch als „bidde“ über ihre Lippen. Bittner ist eine Quereinsteigerin. Aufgewachsen an der Otzenstraße, arbeitete sie ursprünglich bei Film-Produktionsfirmen. Aber das war irgendwann nicht mehr ihr Ding. In den vergangenen vier Jahren hat sie in Behrmanns Hostel an der Reeperbahn an der Rezeption gearbeitet. „Immer neue Menschen, jeder Tag ist anders, Herausforderungen, kreativ sein – da habe ich Bock drauf.“

Restaurant und Hotel: Geben und Nehmen

Die Gastronomie ist eigenständig, profitiert aber von dem Hotel: Hier frühstücken die
Gäste, die in Behrmanns Haus übernachten. Eine Partnerschaft – Geben und Nehmen könnte man es nennen. In ihrem ersten eigenen Betrieb will sie neapolitanische Pizzaspezialitäten in den Mittelpunkt rücken. Ehe die erste Pizza aus dem Ofen kommt, steht Bauen an. Küche, Tresen und Gastronomiebereich im ehemaligen Schanzenstern: Alles muss neu.
„Ich mag eine gute Nachbarschaft. Ich hoffe, dass sich das hier beruhigt“, sagt Bittner.
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