Schanzenhof: Hausbesuch bei Eigentümern

Unterstützer des Schanzenhofs protestierten in Harvestehude vor der Geschäftsvilla der Eigentümer Schommartz. (Foto: Jens Meyer)

Unterstützer des Schanzenhofs protestierten vor Geschäftsvilla der HWS Immobilien

Ausflug mit Polizeiaufgebot: Unterstützer des Schanzenhofs protestierten vorige Woche vor der Geschäftsvilla der Verwalter HWS Immobilien in Harvestehude. Das Haus wurde von mehreren Mannschaftswagen und Polizisten gesichert. Die Gesellschaft der Brüder Maximilian und Moritz Schommartz hat etlichen Mietern des Kultur- und Gewerbehofs im Schanzenviertel gekündigt (das Elbe Wochenblatt berichtete). Die Eigentümer wollten Mieten um bis zu 40 Prozent anheben, etliche langjährige Mieter können das nicht bezahlen. Ohne Bleibe und Perspektive sind ab Frühjahr voraussichtlich das Alternativhotel Schanzenstern, die Drogenberatungsstelle Palette und mehrere Künstler. Bedroht ist auch das Kino 3001, dessen alter Mietvertrag 2021 ausläuft.
Unterstützer fordern die
Rücknahme der Kündigungen und verträgliche Mieten. Erster Erfolg: Die Eigentümer Schommartz ließen vorige Woche einen uralten Heizkessel in dem Gewerbekomplex gegen einen neuen austauschen. Zudem haben sie Investitionen zugesagt.
Der Schanzenhof gilt als Paradebeispiel für Immobilienspekulation im Schanzenviertel: 2006 von der Stadt verkauft, ist der Komplex mehrere Male weiter veräußert worden, jeweils mit satten Gewinne für die
privaten Eigentümer. Die Schommartz-Gesellschaft kaufte den ehemaligen Montblanc-Sitz 2013. Seitdem gibt es Streit um Mieterhöhungen, und ausstehende Reparaturen – zuletzt folgten Kündigungen.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.