Schanzenfest: „Mischt euch ein!“

Bands, Stände und politische Botschaften: Am Sonnabend war vorgezogenes Schanzenfest. (Foto: Joto)

Tausende Menschen feierten am Sonnabend das politische Stadtteilfest

Die Band ist durch, in der Umbaupause gibt es ein politisches Plädoyer. Der Mann am Mikro informiert über „rassistische Kontrollen“ der Polizei - also offenbar gezielte Kontrollen gegenüber Menschen mit dunkler Hautfarbe. „Mischt Euch ein, steht den Menschen zur Seite, wenn ihr so etwas seht.“ Dann folgt ein Appell zur Solidarität mit dem bedrohten Schanzenhof und dem Pudel-Club am Hafen. Das war der politische Dreiklang des Schanzenfests am vorigen Sonnabend.
Tausende Besucher feierten bei Frühlingswetter in den Straßen des Schanzenviertels. Unter großen Transparenten mit Parolen reihten sich Stände mit Infomaterial, Fladenbroten und Muffins, Bier und Mate aneinander. Dazwischen bieten Kinder und Erwachsene Waren auf dem Flohmarkt an. Der Rauch von Grills und kleinen Feuertonnen zog durch die Straßen, in der Schanzenstraße wummerte der Bass einer Musikanlage.
Die Initiatoren hatten das politische Stadtteilfest vom Herbst ins Frühjahr vorverlegt. Anlass ist der Konflikt um den Schanzenhof, wo Ende März eine Handvoll gekündigter Mieter ausziehen muss, darunter das Alternativhotel Schanzenstern und Kulturschaffende (das Elbe Wochenblatt berichtete).
Der Streit mit den Schanzenhof-Eigentümern Maximilian und Moritz Schommmartz hat sich in den vergangenen Wochen zugespitzt. An den Kündigungen ändert das nichts. Diesen Donnerstag ist Übergabe der Räume an die Eigentümer – es wird zum Protest mobilisiert.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.