Schanze: Haspa ist wieder da

Filialleiter Nico Heitmann (l.) und Haspa-Vorstandssprecher Harald Vogelsang mit Maskottchen „Manni, die Maus“ vor der Übergangsfiliale in der Schanze. Foto: pr

Nach G20-Zerstörungen: Bank eröffnet Übergangsfiliale am Schulterblatt

Carsten Vitt, Sternschanze
Die Hamburger Sparkasse (Haspa) hat eine Übergangsfiliale in den ehemaligen Räumen der Deutschen Bank am Schulterblatt 58. Die Stammfiliale an der Ecke Schulterblatt / Juliusstraße wurde bei den G20-Krawallen am 7. Juli verwüstet und angezündet. Der Schaden beträgt laut Haspa mindestens eine halbe Million Euro.
Wann dort wieder an einen Betrieb zu denken ist, ist offen. Die Haspa prüft derzeit, ob und wie das Gebäude wieder herzu-richten ist. „Eventuell muss sogar neu gebaut werden“, sagte Haspa-Vorstandssprecher Harald Vogelsang dem NDR.
Die Bank ist seit 1959 an der Ecke und wurde bei Krawallen in der Schanze immer wieder beschädigt. Meist wurden Scheiben eingeworfen oder Graffiti an die Fassade gesprüht. „Diese Schäden waren schnell repariert. Dieses Mal war es etwas ganz anderes, denn unser Arbeitsplatz wurde komplett zerstört. Das war für uns alle ein ziemlicher Schock. Schließlich sind die Filiale und das Schanzenviertel für uns so etwas wie unser Wohnzimmer, unser zweites Zuhause“, sagt Filialleiter Nico Heitmann.
Er und die 15 Mitarbeiter bekamen in den vergangenen Wochen viel Zuspruch und Unterstützung in der Nachbarschaft, freut sich Heitmann. „Solidarität und Zusammenhalt ist das, was die Schanze auszeichnet und was sie braucht. Wir sind seit Jahrzehnten mit den Anwohnern durch dick und dünn gegangen. Deshalb werden wir in der Schanze bleiben“, betont der Filialleiter.
Voraussichtlich bis Mai 2019 bietet die Haspa ihren Service in der Übergangsfiliale an. Etwa 9.000 Anwohner aus dem Viertel seien Kunden bei der Bank.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.