„Rote Flora hat eine Grenze überschritten“

Martin Musiol kritisiert die Haltung der Autonomen von der Roten Flora.

Ein Appell an das linke Kulturzentrum – von Martin Musiol

Nach den Krawallen während des G20-Gipfels steht auch die Rote Flora in der Kritik. Politiker und Bürger werfen den linken Gruppen in dem Kulturzentrum am Schulterblatt vor, mit ihren Demo-Aufrufen und Aktionen mitverantwortlich für die Randale am Freitag zu sein. Der Autor und Maler Martin Musiol, der Jahrzehnte im Schanzenviertel lebte, richtet deutliche Worte an die Rote Flora.

"Liebe Rote-Flora-Leute, ich begleite euch schon seit vielen Jahren gedanklich und kenne auch einige von euch. Ich weiß von euren Weltgerechtigkeitsgedanken und Idealen. Welch ein Widerspruch zu eurem Handeln und dem Leid, das ihr über Anwohner und Polizisten gebracht habt.
Ich habe mich sehr mit der Verantwortung meiner Elterngeneration auseinander gesetzt, wann sie erkennen mussten, dass sie einer verbrecherischen Ideologie gefolgt waren und wo ihre Schuld anfing, als sie es nicht merkten.
Für mich habt ihr diese Grenze überschritten, mit dem Einladen zu einer sinnlosen Zerstörungsarie, der Teilnahme daran und der Gewaltverherrlichung auch in euren Interviews. Ihr habt die Verantwortung und seid Teil einer verbrecherischen, organisierten kriminellen Vereinigung.
Ich bin todtraurig darüber, was ihr aus unserem Hamburg und besonders unserer Schanze gemacht habt.
Ich hoffe, ihr habt den Mut, euch eurer Verantwortung zu stellen und verschanzt euch nicht hinter eurer verquasten Widerstandsideologie."

Autor Martin Musiol lebte 25 Jahre im Schanzenviertel, 1998 zog er raus nach Pinneberg
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1 Kommentar
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Jörg Holland aus Bahrenfeld | 13.07.2017 | 06:44  
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