Rauswurf: „Das lasse ich mir nicht bieten“

Gudrun Klosterhuis wurde bei einer Vernissage in der Galerie Morgenland vor die Tür gesetzt – mit Hilfe der Polizei. Sie ist empört: „Das war vollkommen grundlos. Ich lasse mir das nicht bieten.“ Der Vorstand der Galerie möchte sich zu dem Vorfall nicht äußern.
Hamburg: Galerie Morgenland/Geschichtswerkstatt Eimsbüttel |

Streit um einen Polizeieinsatz in der Galerie Morgenland in Eimsbüttel

Gudrun Klosterhuis ist auch Tage nach dem Vorfall noch wütend. „Die können mich doch nicht einfach mit der Polizei da aus der Galerie rauswerfen“, empört sie sich. Bei einer Vernissage wurde sie offenbar von Gerd Heide, Vorstand der Galerie Morgenland, mithilfe von Polizisten vor die Tür gesetzt. Es gab Streit um das Hausrecht.
Ende Januar war Gudrun
Klosterhuis zu Besuch bei einer öffentlichen Vernissage in der Galerie Morgenland / Geschichtswerkstatt Eimsbüttel in der Sillemstraße 79. Sie fand die Bilder der Künstlerin Rita Spielhoff interessant. „Ich habe mich eine Weile mit der Künstlerin über Techniken unterhalten, da ich auch selbst male. Plötzlich stellte sich ein Mann zwischen uns und sagte zu mir: ,Bitte verlassen Sie den Raum’“. Der Mann ist Gerd Heide, Vorstand der Galerie Morgenland, der offenbar das Hausrecht ausüben wollte. Gudrun Klosterhuis sollte gehen. Sie will aber nicht gehen, sie bleibt.
„20 Minuten später kommt Herr Heide mit zwei Polizisten zurück in die Galerie“, erzählt sie. Die Polizisten forderten die Eimsbüttelerin auf, mit ihnen raus vor die Tür zu gehen. Dort hieß es dann, sie hätte Hausverbot. Klosterhuis ist empört: „Das war vollkommen grundlos. Mich vor all diesen Leuten mit der Polizei rauszuwerfen, das ist doch erniedrigend, unverschämt und unter aller Würde.“ Sie hat hinterher versucht herauszufinden, was eigentlich der Grund war. Aber auch bei der Polizei und in der Galerie konnte oder wollte ihr niemand etwas sagen, schildert sie. Ihr geht es ums Prinzip: „Ich bin eine freie Bürgerin. Man kann mir doch nicht verbieten, in eine öffentliche Galerie zu gehen, wenn ich da hin will“, sagt sie.
Offenbar schon: Die Galerie ist ein gemeinnütziger Verein, der Vorstand – also Gerd Heide – hat dort das Hausrecht und kann ein Besuchsverbot aussprechen.
Warum gegenüber Gudrun Klosterhuis? Warum musste da die Polizei gerufen werden? Diese Fragen bleiben offen. Vorstand Gerd Heide möchte sich zu dem Vorfall nicht äußern.
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