Rakete im Gesicht

Sieht schön aus, kann aber auch gefährlich werden: In der Silvesternacht häuften sich Verletzungen durch Feuerwerkskörper. Foto: ar

36-Jähriger wird beim Böllern verletzt - ansonsten ruhiges Silvester in Eimsbüttel

Von Anne Rose, Eimsbüttel – Bei Nieselregen und schlechter Sicht feierten die meisten Eimsbütteler fröhlich und friedlich ins neue Jahr. Für die Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr war es jedoch wie immer die härteste Nacht des Jahres. Bilanz zwischen 18 und 6 Uhr morgens für Gesamt-Hamburg: 1.004 Einsätze für die Feuerwehr, die Polizei rückte 1.233 Mal aus.
In Eimsbüttel blieb es dabei weitestgehend ruhig. Polizeisprecher Andreas Schöpflin ist zufrieden: „Wir können eine positive Bilanz ziehen, es gab im Stadtteil keine größeren Einsätze.“ Trotzdem musste die Feuerwehr mehrfach ausrücken: Gegen halb eins brannte es in der Geschwister-Scholl-Straße, ein kleineres Feuer in einer Hofdurchfahrt drohte auf die Hausverkleidung überzugreifen. In der Hoheluftchaussee brannte ein Auto aus.
Auffällig in diesem Jahr war der deutliche Anstieg von Verletzungen durch Feuerwerkskörper. In der Kieler Straße wurde ein 36-Jähriger durch eine Feuerwerksrakete im Gesicht verletzt.
Weniger ruhig blieb es in anderen Teilen der Stadt. Allein 15.000 Hamburger sahen das Feuerwerk an den Landungsbrücken, 50.000 feierten zur Spitzenzeit auf der Reeperbahn. Dabei kam es in der Silvesternacht zu insgesamt 242 Bränden, wobei meist nur kleinere Feuer in Müllcontainern gelöscht werden mussten. Bei zusätzlichen 731 Rettungsdiensteinsätzen brachte die Feuerwehr Verletzte und Betrunkene ins Krankenhaus.
Hinzu kamen einige schwere Einsätze: Einem vierjährigen Jungen explodierte in Heimfeld ein Böller unter seiner Jacke, er musste mit schweren Verletzungen ins Krankenhaus gebracht werden. Bei einer Messerstecherei in Steilshoop wurde ein junger Mann lebensgefährlich verletzt, die Mordkommission ermittelt.
Durchschnittlich 84 Einsätze stündlich allein für die Feuerwehr: eine ganz normale Silvesternacht für die Einsatzkräfte.
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