Radweg seit zwei Monaten gesperrt – von Reparatur keine Spur

Sperrzone: Der Radweg entlang des Kaifu-Freibads ist seit Wochen nicht befahrbar. Eine Mauer am Hang droht einzustürzen. Wann und wie es mit den Reparaturen losgeht, kann Bäderland nicht sagen.

Bäderland lässt sich Zeit mit der Reparatur einer Mauer am Kaifu-Freibad in Eimsbüttel

Wehe, wenn mal was kaputt geht – das Flicken kann verdammt lange dauern! Beim Radweg am Isebekkanal läuft es anscheinend auf eine Dauer-Sperrung hinaus. Bereits seit Mitte Februar ist der Abschnitt zwischen Weidenstieg und dem Eingang zum Kaifu-Freibad nicht befahrbar. Was ist da los?
Auf einer Länge von etwa 150 Metern stehen rot-weiße Absperrungen. Eine Stützmauer am Hang zum Kaifu-Bad ist so marode, dass immer wieder Steine rausfallen. Einsturzgefahr! Anfang Februar lag ein Haufen Geröll auf dem Radweg, auf einer Länge von etwa zehn Metern klaffte eine Lücke in der Mauer. Seitdem müssen Radfahrer auf den Fußweg am Kanal ausweichen und sich dort an Joggern, Gassi-Gehern und Kinderwagen-Schiebern vorbeischlängeln. Bisher gabs offenbar keine großen Klagen, aber erfreulich ist das auf Dauer für alle nicht.
Reparaturen? Bisher Fehlanzeige. Bäderland versprach Mitte Februar, die Mauer so schnell wie möglich auszubessern. Die Betonung liegt dabei wohl auf „wie möglich“. So richtig was getan hat sich bisher nicht. Was muss gemacht werden? Wie lange dauert das? Bäderland konnte trotz mehrfacher Nachfragen bis heute keine Details nennen. In der Zwischenzeit wurden sechs Rotbuchen auf dem Hang zum Bad gefällt. Sicherheitshalber, da sie wegen der labilen Mauer hätten umstürzen können, so das Bezirksamt Eimsbüttel. Ein Ende der Sperrung ist offenbar noch nicht abzusehen.
Radfahrer Bernd Achilles beobachtet das seltsame Treiben schon seit Wochen und ist skeptisch. „Wir erinnern uns: Das Bezirksamt hat sich nie sonderlich bemüht, die mi-
serable Wegesituation am Kaifu in Ordnung zu bringen, zuletzt mit dem Hinweis, dass der 2010 erfolgreiche Bürgerentscheid jeden Eingriff verhindern würde, der Bäume gefährdet. Warum sollte sich das nun geändert haben?“

Kanal-Planungen: Neuer Anlauf


Bezirksamt und Politik wollen sich doch noch mal Gedanken machen, was am Isebekkanal passieren kann, darf oder soll. Die Bürger sollen da mitreden. Für die gesamte Länge des Gewässers, für die angrenzenden Grünflächen und Wege zwischen Weidenstieg und Hoheluftbrücke soll ein Nutzungs- und Entwicklungskonzept erstellt werden. Ein Moderator ist beauftragt worden, um die Interessen von Naturschützern, Anwohnern, Wassersportlern, Radlern und Spaziergängern unter einen Hut zu bringen. Eine erste öffentliche Veranstaltung soll laut Bezirksamt noch vor den Sommerferien stattfinden.
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