Punschbude neben Baugerüst: Durchwachsene Bilanz des Weihnachtsmarkts Eimsbüttel

Michael Ehrich vom Glühweinstand: „Das Geschäft ist für uns gut gelaufen. Nächstes Jahr stocken wir wieder mit Karussell und Feuerstelle auf.“ (Foto: fh)

Händler sind durchaus zufrieden, Besucher sagen: „Das Karussell muss wieder her“

Frauke Heiderhoff, Eimsbüttel – Baukran, Gerüst und Planen, daneben ein paar Buden mit Punschstand, Bäckerei und Würstchengrill: Das ist Eimsbüttels Weihnachtsmarkt an der Osterstraße. Da an der U-Bahn-Station der Fahrstuhl gebaut wird, fiel der Markt auf dem Fanny-Mendelssohn-Platz kleiner aus. Wars schlimm für Händler und Besucher? Das Wochenblatt fragte nach.
Alle Händler hatten unter dem Bau des Fahrstuhls für die U-Bahnhaltestelle zu leiden. Doch keiner von ihnen möchte sich beschweren. „Es ist etwas unglücklich, dass uns einige Menschen aufgrund der Baustelle nicht gefunden haben“, sagt Maik Thor Straten Wolf, Inhaber der Spezialitätenbä-ckerei. Dennoch ist er „mit dem Weihnachtsmarktgeschäft in diesem Jahr zufrieden“. Der Bau des Fahrstuhls sei in jedem Fall notwendig. Straten Wolf ist sich aber sicher, dass das Geschäft im nächsten Jahr – ohne Baustelle - wieder besser läuft.
Glühweinstandinhaber Michael Ehrich ist ebenfalls zufrieden: „Das Geschäft ist für uns gut gelaufen.“ Sein Stand ist umgeben von Tannenzweigen und Dekoration, die Sicht auf die Baustelle komplett abgeschirmt. Die Atmosphäre sei „toll gewesen, besonders an den verschneiten Tagen“, so Ehrich. Er freut sich vor allem über die vielen Stammgäste. Bei den Kindern seien Auftritte von Hexe Knickebein und das kreative Arbeiten in Trudes Bastelstube gut gelaufen. Auch die kostenlosen Kutschfahrten am Sonnabend und viele Live-Auftritte kamen an.
Sven Ritz vom Würstchenstand bedauert die eingeengte, nicht mehr so gemütliche Atmosphäre. „Wir haben aber das Beste daraus gemacht“, so Ritz. Die Stimmung sei trotzdem gut gewesen. Im Vergleich zum Vorjahr habe er weniger Umsatz gemacht.
Krankenschwester Stefanie Kröplin gefiel der Weihnachtsmarkt in diesem Jahr sogar besser. „Es sind alle enger zusammengerückt“, so Kröplin. Die Atmosphäre sei infolge der notwendigen Enge „gemütlicher gewesen“. Mutter Anja Baumann hat das Kinderkarussell sehr vermisst: „Mit den Kindern habe ich den Markt in diesem Jahr gar nicht besucht.“ In den Vorjahren sei sie mehrmals dabei gewesen. Ihr Fazit: „Das Karussell muss wieder her.“

Weihnachtsmarkt
Fanny-Mendelssohn-Platz (Osterstraße/Ecke Heußweg)
Mo-Sa, 11-21 Uhr, So 12-20 Uhr
25./26. 12. geschlossen,
24. und 31.12., jeweils bis 14 Uhr geöffnet
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