Protest gegen Großunterkünfte

Flüchtlinge bitte überall verteilen, aber nicht geballt in wenigen Vierteln Hamburgs – das fordern Bürgerinitiativen, die gegen Großunterkünfte sind. (Foto: Joto)

Flüchtlingspolitik: Bürgerinitiativen in den Stadtteilen machen mobil gegen Senatspläne

Die Flüchtlingspolitik des Senats steuert auf eine neue Konfrontation zu. Gegen die in den Bezirken geplanten großen Unterkünfte mit teilweise bis zu 800 Wohneinheiten formiert sich Protest. Ob in Rissen oder Eidelstedt: Bürger-Initiativen sind gegen die Großlösungen und fordern Alternativen. Vorige Woche demonstrierten mehrere hundert Vertreter und Sympathisanten der Siedlungsgegner aus ganz Hamburg in der Innenstadt. Sie zogen zu einer öffentlichen Sitzung des Stadtentwicklungsausschusses der Bürgerschaft im CCH am Dammtorbahnhof.
Die Initiativen halten die geplanten Sozial-Wohnsiedlungen für zu groß, um die Neuankömmlinge in Hamburg integrieren zu können. Sie fordern mehr Mitsprache bei den Planungen und vor allem viele kleinere Unterkünfte in allen Stadtteilen Hamburgs. Tenor: Jeder muss einen Beitrag leisten anstatt nur wenige Stadtteile, in denen geballt hunderte Sozialwohnungen entstehen sollen.
Der Hamburger Senat will bis Ende des Jahres in jedem Bezirk 800 Sozialwohnungen für Flüchtlinge im Eilverfahren bauen lassen – also insgesamt 5.600 mit Platz für etwa 28.000 Menschen. Die Initiativen organisieren Protest dagegen, Anwohner bereiten in mehreren Stadtteilen bereits Klagen gegen die Unterkünfte vor. Zudem liebäugeln die Gegner der Großunterkünfte mit einem Volksentscheid.

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