Preis für mutige St. Pauli-Pastoren

Pastor Sieghard Wilm (Foto) von der St. Pauli-Kirche und sein Kollege Martin Paulekun werden für ihr Engagement für afrikanische Flüchtlinge ausgezeichnet. (Foto: cvs)
Hamburg: Apostelkirche Eimsbüttel |

Kämpfern für Afrika-Flüchtlinge in Hamburg wird der Helmut-Frenz-Preis verliehen

Sie haben ihre Kirche zu einer Zufluchtsstätte gemacht, afrikanischen Flüchtlingen geholfen, die in Hamburg auf der Straße lebten. Gegen den Druck von Behörden und Teilen der Öffentlichkeit haben sich die Pastoren Sieghard Wilm und Martin Paulekun für Menschen in Not eingesetzt. Dafür wird den beiden Kirchenmännern und der Gemeinde St. Pauli der neu gestiftete Helmut-Frenz-Preis verliehen. In der Apostelkirche in Eimsbüttel werden die Preisträger am Dienstag, 4. Februar, ab 19 Uhr ausgezeichnet.
Namensgeber für den Preis ist der 2011 verstorbene Theologe Helmut Frenz, der viele Jahre an der Schwenckestraße in Eimsbüttel lebte und Gastpredigten in der Apostelkirche hielt. In den 70er Jahren setzte sich Frenz während der Militärdiktatur in Chile für Menschenrechte ein. 1975 wurde ihm vom Pinochet-Regime die Wiedereinreise verweigert. Frenz war unter anderem Generalsekretär der Menschenrechtsorganisation Amnesty International in Duetschland sowie Flüchtlingsbeauftragter der Kirche und des Landtags in Schleswig-Holstein.
Den Preis stifteten der Ida-Ehre-Kulturverein und die Nordkirche. Es sollen damit Persönlichkeiten gewürdigt werden, „die sich aus eigener Kraft und innerer Überzeugung für Menschen und Menschlichkeit in unserer Gesellschaft einsetzen“, sagt Hansjürgen Menzel-Prachner, Vorsitzender des Ida-Ehre-Kulturvereins.
Der Eimsbütteler war mit Frenz befreundet, sah ihn als Ansporn, sich selbst zu engagieren. Der Ida-Ehre-Kulturverein zum Beispiel unterstützt Initiativen, die sich für das Erinnern an die NS-Zeit und den Holocaust einsetzen.
Der Helmut-Frenz-Preis soll jährlich am 4. Februar, zum Geburtstag des christlichen Menschenrechtlers, in der Apostelkirche in Eimsbüttel verliehen werden. Das Preisgeld: 3.000 Euro.
Die Initiatoren rufen dazu auf, Preisträger für die nächste Verleihung 2015 vorzuschlagen. Wer engagierte Menschen nominieren möchte, schreibt an: i.ehre@menzelprachner.de
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Katrin Bela aus Altona | 28.01.2014 | 20:15  
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