Pfützenmeer am Isebekkanal – warum tut sich da nichts?

Und hopp: Mit großen Sprüngen kommt Matthias Faber gerade so über die Pfützen am Isebekkanal hinweg. „Warum kann man den Weg nicht so machen, dass das Wasser abläuft?“, fragt er.

Fußweg ist abgesoffen – das Bezirksamt Eimsbüttel sieht sich duch den Bürgerentscheid "blockiert"

Da hilft nur noch springen: Matthias Faber nimmt Anlauf und hüpft über eine der großen Pfützen hinweg. Der Fußweg am Isebekkanal ist abgesoffen, ein kleines Meer in Eimsbüttel. Fußgänger und Jogger müssen Slalom laufen, weichen genauso wie Eltern mit Kinderwagen auf den Radweg aus. Da saust schon der nächste Radler heran. „Warum kann man nicht wenigs-tens den Weg so machen, dass das Wasser abläuft?“, fragt Faber. Gute Frage.
Das Bezirksamt Eimsbüttel sieht sich durch den Bürgerentscheid zum Isebekkanal „blockiert“ und zur Untätigkeit verdammt. Zur Erinnerung: Beim Entscheid im Sommer 2010 unterstützte eine Zwei-Drittel-Mehrheit die Ziele der Isebek-Initiative. Kernpunkte: Keine Abholzungen und Eingriffe in das Grün entlang des Kanals. Das Pfützenmeer ist aus Sicht des Amts jedoch nur durch eine grundsätzliche Neugestaltung der Wege zu beseitigen. Neue Entwässerungsrohre und Abflüsse müssten gelegt, Rad- und Gehweg komplett neu gemacht werden. Dafür müssten Bäume fallen. Doch das verstößt gegen den Bürgerentscheid, der wie ein Beschluss der Bezirksversammlung gilt.
Die nasse Realität finden zwar auch Politiker ärgerlich, aber keiner will sich hier zum Buhmann machen, Teile eines Bürgerentscheids zu kippen. „Wir sind ratlos“, sagt GAL-Fraktionschef Roland Seidlitz. Bevor irgendetwas passiert, müsse es Gespräche zwischen interessierten Bürgern, der Isebek-Initiative und Naturschutzverbänden geben, so Seidlitz. Anne Schum (SPD): „Ich hoffe, dass wir in ein konstruktives Gespräch kommen, was alles nötig ist.“ Für Thomas Thomsen (CDU) kann nur etwas passieren, wenn „mit der Isebek-Initiative eine gemeinsame Lösung“ gefunden wird.
Laut Bezirksamt hatte die Initiative vor einiger Zeit angekündigt, Vorschläge zu machen, wie ohne Eingriffe in den Baumbestand am Kanal etwas zu verbessern sei. Es liege aber nichts vor, so das Amt.
Harald Duchrow, Sprecher der Isebek-Initiative, wollte sich gegenüber dem Wochenblatt zu dem Thema nicht äußern.


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