Parkpate Gerd Mertens wehrt sich gegen Verdächtigungen

Er wurde angeschwärzt, eine Stacheldrahtfalle im Gebüsch am Kaiser-Friedrich-Ufer gebaut zu haben. Parkpate Gerd Mertens, für sein besonnenes Gemüt bekannt, sagt aber klipp und klar: „Das war ich nicht!“

Stacheldraht im Gebüsch: Kaifu-Anwohner beschuldigten Nachbarn – was ist denn da los?

Jetzt kommen die Verdächtigungen. Im Dezember verletzten sich ein Anwohner und sein Hund an Stacheldraht, der am Kaiser-Friedrich-Ufer um einen Haufen Äste gewickelt worden war. „Wer macht so etwas?“, fragte der Hundehalter im Elbe Wochenblatt. Einige Anwohner vermuteten: Parkpate Gerd Mertens war das, er wurde beim Bezirksamt angeschwärzt und von Nachbarn beschuldigt. Mertens fiel aus allen Wolken und stellt klar: „Ich war das nicht!“ Was ist denn da los in der Nachbarschaft?
Mertens kümmert sich als Parkpate seit mehr als 13 Jahren um die Grünflächen am Kaiser-Friedrich-Ufer – zuständig ist er für den Bereich zwischen Bogenstraße und dem Spielplatz an der Ecke zur Heymannstraße. Der 75-Jährige schaut nach, ob irgendwo Müll herumliegt, beseitigt Graffiti an Sitzbänken und gibt dem Bezirksamt oder der Stadtreinigung Tipps, wie die Fläche besser zu pflegen und sauber zu halten ist.
Schon absurd: Der Parkpate ist für sein ruhiges und freundliches Gemüt bekannt – und wird verdächtigt, gefährliche Stacheldraht-Fallen zu bauen? „Mich macht betroffen, dass ich nicht gesehen habe, was da im Gebüsch lag“, sagt er. Das Bezirksamt will sich aus den Spekulationen raushalten, lässt aber Sprecherin Aileen Röpcke ausrichten: „Wir haben mit Herrn Mertens bislang ausschließlich positive Erfahrungen gemacht.“
Offenbar gibt es eine Art Kleinkrieg zwischen verschiedenen Nutzern der Grünflächen. Die Ecke, an der die Stacheldraht-Falle war, wird von Hundehaltern und Parkbesuchern als Trampelpfad benutzt, um schnell zum Kanal oder auf die Wiese zu gelangen. „Bis voriges Jahr war in dem Gebüsch noch ein Holzzaun, der wurde dann angezündet“, erzählt Mertens. Seitdem ist die kleine Lücke ein Trampelpfad, den irgendjemand offenbar mit Ästen blockieren will.
Über Lärm und Rauchschwaden bei Grillpartys gibt es auch immer wieder Ärger. Im Sommer sieht Mertens häufig Gruppen, die an dem Steinkreis zwischen Gebüsch und Isebekkanal ein Feuer entfachen. Hier prallen die Interessen der Großstädter aufeinander – und dann kommt manchmal nichts Gutes dabei raus.
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