Parken? Bitte zahlen!

Hier müssen Autofahrer schon länger blechen: Das Parkhaus bei Hagenbecks Tierpark wird hauptsächlich von Zoobesuchern genutzt. Der Senat will nun Gebühren für weitere Park- and Ride-Stellplätze erheben. (Foto: cvs)

Stadt beschließt Gebühren für Parkplätze an HVV-Haltestellen

Christopher von Savigny, Stellingen – Hamburgs Park-and-Ride-Nutzer parken künftig nicht mehr umsonst: Geplant sind Gebühren von zwei Euro pro Tag, alternativ 20 Euro im Monat oder 200 Euro pro Jahr. Hintergrund ist ein Entwick-lungskonzept, nach dem die Park-and-Ride-Plätze (kurz „P+R“) im Geltungsbereich des Hamburger Verkehrsverbundes (HVV) modernisiert und ausgebaut werden sollen.
In Stellingen sind zwei HVV-Haltestellen betroffen: Der S-Bahnhof Stellingen verfügt derzeit nur über ein Minimalangebot von 39 Stellplätzen für Park-and-Ride-Nutzer. „Die Anlage ist überbelegt, man müsste dort ein Parkhaus hinbauen“, sagt Heino Vahldieck, Geschäftsführer der P+R-Betriebsgesellschaft. Konkrete Pläne gebe es noch nicht.
Ebenfalls knapp präsentiert sich das Angebot an der U-Bahn-Haltestelle Hagenbecks Tierpark, nachdem der P+R-Parkplatz Lokstedter Höhe vergangenes Jahr einer Flüchtlingsunterkunft weichen musste. Zwar gibt es an der Lokstedter Grenzstraße ein Parkhaus, das aber hauptsächlich von Zoobesuchern frequentiert wird. Die Benutzung kostet bereits jetzt vier Euro pro Tag. Wer schlau ist, stellt sein Fahrzeug auf dem ebenfalls P+R-betriebenen Parkplatz daneben ab – so lange Platz ist. „Ich fahre fünfmal pro Woche von Eidelstedt aus in die Innenstadt und steige immer hier in die Bahn um“, berichtet ein Autofahrer. „Mit dem HVV allein würde das zu lange dauern. Ob ich fürs Parken Geld ausgeben würde, weiß ich noch nicht!“ Nach Auskunft der Verkehrsbehörde (BWVI) werden die Parkplätze erst dann etwas kosten, wenn die Modernisierungen – unter anderem Videoüberwachung, Notrufsystem und Beleuchtung – abgeschlossen sind. „Dies wird nicht vor 2015 der Fall sein“, sagt BWVI-Sprecherin Helma Krstanoski.
Derzeit verfügt die Hansestadt über 49 P+R-Parkplätze (9.100 Stellplätze), ein Teil davon wird schon in diesem Sommer kostenpflichtig. 20 Prozent der Flächen werden von den Bezirken bewirtschaftet – sie sollen nach und nach wegfallen. Ebenfalls aufgegeben werden alle P+R's innerhalb des Rings 2, da der Autoverkehr in der Innenstadt reduziert werden soll.
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