OSZE-Treffen: Aufmarsch im Karolinenviertel

Sie werden viele sein: Etwa 13.000 Polizisten sollen das OSZE-Treffen in den Messehallen sichern. (Archivfoto)
 
Die Sperrzonen im Karolinenviertel: Entlang der gelben Linie wird ein Zaun errichtet. In diesen Bereich dürfen nur Tagungsteilnehmer und Anwohner, deren Häuser dort sind. (Foto: pr)
Hamburg: Messehallen |

Gut 13.000 Polizisten sind bis Freitagabend im Einsatz

Gutes Geschäft für Hamburger Hoteliers: Das Treffen der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) beschert ihnen ausgebuchte Zimmer. Gut 3.000 Gäste der Außenministerkonferenz in den Messehallen wollen untergebracht werden – genau so wie Tausende Sicherheitskräfte. Gut 13.000 Polizisten werden ab Mittwoch (7. Dezember) die Tagung im Karolinenviertel sichern. Macht auf einen Teilnehmer gut vier Polizisten. Bis Freitagabend gibt es abgesperrte Straßen, Sicherheitszonen und begleitete Konvois zwischen dem Tagungsort und dem Rathaus.
Rund um die Messehallen wird eine Sperrzone mit einem Zaun eingerichtet. Die Karolinenstraße, Lagerstraße, Flora-Neumann-Straße, Teile der Straße Sternschanze, der Schröderstiftstraße und An der Verbindungsbahn sind etwa bis Freitagabend nicht passierbar. Auch der westliche Teil des Parks Planten un Blomen (Richtung Fernsehturm) liegt in der Sicherheitszone. Wer nicht in Polizei-Kolonnen oder Kontrollen geraten will, macht am bes-ten einen weiten Bogen um das Karolinenviertel. Zwischen Schlump und Dammtor dürften die Hauptstraßen mehr oder minder dicht sein.
Außerhalb der Sperrzone sollen Anwohner und Gäste ohne Kontrollen zu ihren Häusern kommen, versichert die Polizei. Innerhalb des Sicherheitsgebiets liegen laut Behörden lediglich zwei Wohngebäude. Deren Bewohner sollen ebenfalls freien Zugang haben, eventuell begleitet sie eine Polizei-Eskorte.
Im Viertel schwankt die Stimmung über das Treffen zwischen Gereiztheit und Ablehnung. Wer genug hat von Polizei-Kolonnen, geht ins Centro Sociale, Sternstraße 2: Dort gibt es von Mittwoch bis Freitag einen „Treffpunkt und Rückzugsort mit Repressions-Beobachtung, Kuchen, Tischtennis“ und anderen Angeboten. Täglich ab 14 Uhr.
Klar ist: Das OSZE-Treffen ist nur der Probelauf für den Gipfel der größten Industrie- und Schwellenländer (G-20) im Sommer 2017. Dann wird es im Karolinenviertel vielleicht noch mehr Absperrungen geben.

Vier Polizisten auf einen Anwohner

Etwa 50 Außenminister der OSZE-Mitgliedsstaaten kommen mit insgesamt gut 3.000 Teilnehmern zu der Konferenz. Das sind ungefähr so viele Gäste wie Einwohner im Karolinenviertel, auf jeden Konferenzteilnehmer oder Anwohner kommen in den nächsten Tagen vier Polizisten. Die Außenminister beraten über Lösungen zum Konflikt um die Ukraine.
Beginn des Treffens ist Donnerstagmorgen, 8. Dezember, um 9 Uhr. Schluss ist am Freitag gegen 16 Uhr.
Am Donnerstag, 8. Dezember, sind mehrere Demonstrationen gegen das Treffen geplant: Von 12 bis 15 Uhr auf dem Karolinenplatz, ab 18 beziehungsweise 20 Uhr an der Feldstraße.
U- und S-Bahn-Linien entlang des Tagungsgeländes sollen uneingeschränkt fahren, am Donnerstag hält die U3 allerdings nicht an der Station Rathaus. Rund um das Rathaus wird ebenfalls eine Sicherheitszone mit Zäunen eingerichtet.

Bürgertelefon
Das Bürgertelefon der Polizei zur OSZE-Konferenz ist kos-tenlos erreichbar unter
Tel. 08000 – 42 86 50, E-Mail: osze-buergerinfo@polizei.hamburg.de

❱❱ www.hamburg.de/g20-gipfel
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