Osterstraße: Sind Radfahrer hier sicher?

Steht ein Bus auf dem Radstreifen: Auf der Osterstraße bleibt an machen Ecken kein Platz für Radfahrer.

Umbau: An manchen Ecken wird es ziemlich eng für Radler

Ui. Da ist wenig Platz zwischen den Bordsteinen. Auf der Osterstraße wird es kurz hinter der Schwenckestraße ziemlich eng für Radfahrer. In beide Fahrtrichtungen sind Radstreifen mit gestrichelten Linien aufgezeichnet worden. Sie sind nicht sehr breit – vielleicht etwas mehr als einen Meter. Viele Radler haben kein Problem damit, auf der Straße zu fahren. Gibt es ausreichend breite Radspuren, empfinden das viele sogar als angenehmer. Aber an dieser Ecke ist das anders.
Die Straße verläuft in einer leichten Kurve. Die Fahrspuren in der Mitte reichen von der Breite her gerade mal so für ein Auto. Kommt ein Bus, fährt er fast in voller Breite über den Radstreifen. Dann steht das tonnenschwere Fahrzeug direkt auf der Radfahrspur, wenn die Ampel rot ist. Ist das sicher? Werden das Radfahrer annehmen? Schwer zu sagen zum jetzigen Zeitpunkt. Noch ist die Osterstraße nicht fertig umgebaut.
Kai Ammer von der Initiative Osterstraße Autofrei hat sich die enge Ecke neulich angesehen und beobachtet: „Etwa jedes zweite Auto fuhr über die Schutzstreifen-Markierung. Das dürfen sie, sollen es aber nicht, wenn Radfahrer vor ihnen sind. Dann wird überholt – und die enge Fahrbahn keinen Zentimeter breiter.“
Nachfrage beim Fahrradclub ADFC. Ist das nun gut oder schlecht gemacht? Sprecher Dirk Lau betont, dass der ADFC grundsätzlich für Radstreifen auf der Straße ist. Dadurch würden Radfahrer besser gesehen, und es gebe weniger Konflikte mit Fußgängern. Aber es müssten ausreichend breite Radstreifen dafür vorhanden sein – in der Regel zwischen 1,50 und 1,85 Meter breit. An der Osterstraße ist der Schutzstreifen geschätzt einen guten Meter breit. „Natürlich ist der jetzige Zustand immer noch ein Fortschritt gegenüber den alten Verkehrsbedingungen. In engen und belebten Einkaufsstraßen wie der Osterstraße wäre grundsätzlich eine Tempo-30-Regelung oder eine stark autoverkehrsreduzierte beziehungsweise autofreie Lösung vermutlich das Beste gewesen“, so Lau.
Er rät dennoch, die neuen Radstreifen zu nutzen „und eben nicht weiter auf den Gehwegen zu fahren, wo das Konfliktpotenzial deutlich höher liegt“.
Nun ja: Ältere Menschen oder Mütter mit Kindern sieht man immer wieder auf den Gehwegen fahren. Die sind ja so schön breit jetzt.

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Betreff: Osterstraße
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4 Kommentare
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Horst Holl aus Altona | 15.06.2016 | 21:28  
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Günther Reimers aus Altona | 16.06.2016 | 10:27  
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Horst Holl aus Altona | 16.06.2016 | 16:31  
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Günther Reimers aus Altona | 17.06.2016 | 00:18  
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