Osterstraße: Hickhack um einen Fahrstuhl

Beschwerlicher Weg: Vor allem ältere Menschen müssen sich an der U-Bahn-Station Osterstraße die Treppen hochquälen. Der Bau eines Lifts ist ab Sommer geplant, es gibt jedoch Bedenken im Quartier, weil dann der Weihnachtsmarkt nicht stattfinden könne. (Foto: ar)

Hochbahn will ab Sommer Lift installieren – Quartiersgemeinschaft: Dann muss der
Weihnachtsmarkt ausfallen

Politiker, Händler und Bürger fordern seit Jahren Fahrstühle am U-Bahnhof Osterstraße. Nun will die Hochbahn endlich bauen – und es ist wieder nicht richtig. Die Aktionsgemeinschaft Quartier Osterstraße (AQO) bangt um den Weih-nachtsmarkt, der wegen der Baustelle nicht stattfinden könne. Verzwickte Lage.
Am Fanny-Mendelssohn-Platz soll es losgehen: Direkt neben dem U-Bahn-Ausgang am Heußweg soll einer der zwei Lifte entstehen. Ein zweiter ist auf der anderen Seite neben der Haspa-Filiale geplant: Anstelle des Treppenaufgangs zum Unnapark hin soll dort ein Lift installiert werden. Die Pläne sind fertig. Doch im Quartier ist man nicht glücklich: Zwar wird der Bau der Fahrstühle ausdrücklich begrüßt. „Bei den Planungen wurde aber der Weihnachtsmarkt nicht gebührend berücksichtigt“, kritisiert Niels Böttcher von der AQO. Laut Hochbahn wird etwa ein Viertel des Fanny-Mendelssohn-Platzes für die Baustelle benötigt. Dauer: ungefähr ein Jahr. Geht es im Sommer los, wird just zum weihnachtlichen Treiben ein Teil des ohnehin nicht üppigen Platzes belegt sein. „Dann kann der Markt nicht stattfinden“, so Böttcher. Der Budenzauber sei auf Kante geplant, ein Zusammenrücken gehe nicht. Zudem habe der Veranstalter bereits Verträge mit den Budenbetreibern geschlossen.
Der Vorschlag der AQO: Die Hochbahn soll zuerst den Lift auf der anderen Seite bauen, dann am Fanny-Mendelssohn-Platz weitermachen. Geht das?
Hochbahn-Sprecherin Maja Weihgold kann das nicht versprechen. „Wir haben die Planungen abgeschlossen, diese liegen nun zur Genehmigung bei der Behörde vor.“ Ihre Befürchtung: Wenn an der Osterstraße noch umgeplant werde, werde es auf alle Fälle länger dauern, bis dort Lifte in Betrieb sind.
Weihgold betont, dass die Hochbahn einem politischen Auftrag nachkomme. Und der lautet: Möglichst schnell Haltestellen mit Fahrstühlen auszustatten, die noch keine haben. Davon gibt es in Eimsbüttel mehrere: Auch die Stationen Emilienstraße, Christuskirche und Hoheluftbrücke sind derzeit nur über Treppen zu erreichen.

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5 Kommentare
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Niels Böttcher aus Eimsbüttel | 28.03.2012 | 11:19  
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Carsten L. aus Eimsbüttel | 29.03.2012 | 09:48  
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Niels Böttcher aus Eimsbüttel | 29.03.2012 | 10:37  
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Carsten L. aus Eimsbüttel | 29.03.2012 | 10:46  
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Dennis Michalke aus Eimsbüttel | 21.04.2012 | 22:29  
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