Osterstraße gesperrt – alles halb so wild

Straßenfertiger und Walzen im Dauer-Einsatz: Insgesamt drei Tage dauerten die Bauarbeiten an der Osterstraße. Die Asphaltdecke wurde zwischen Emilienstraße und Eppendorfer Weg erneuert. (Foto: fh)

Drei Tage Baustelle: Anwohner nahmen es gelassen

Frauke Heiderhoff, Eimsbüttel – Es riecht nach Teer, der Straßenfertiger rattert und kippt Lage um Lage heißen Asphalt auf die Straße. Schon kommt die Walze angefahren, glättet den Asphalt nach und nach. Fasziniert beobachtet Louis (5) die Bauarbeiten an der Ecke Osterstraße/Emilienstraße vom Küchenfenster im vierten Stock aus. „Am tollsten finde ich die Teermaschine“, sagt der Fünfjährige lächelnd. Vater Hubert Rolfes freut sich für seinen Sohn. „Die Kinder finden die Baustelle klasse“, so der 42-jährige IT-Berater. Er hat Verständnis für die drei Tage andauernden Arbeiten an der Osterstraße.
Ähnlich sieht das Anwohner Andreas Eggert. „Es war höchste Zeit, dass die Straße saniert wird“, sagt der 34-jährige Kaufmann. Die Osterstraße habe sich zwischen Emilienstraße und Eppendorfer Weg in einem zu holprigen Zustand befunden. Kaufmann: „Dreitägige Arbeiten am Wochenende müssen die Anwohner in Kauf nehmen, in der Woche ist die Situation schwieriger.“
Graphik-Designerin Kirsten Braun und ihr Sohn Linus (4) fuhren diesmal nicht mit dem Auto, sondern mit dem Fahrrad zum Einkaufen. Ihr Kommentar: „Kein Problem, mein Sohn ist von der Baustelle fasziniert.“
Hans Jürgen Andresen, Bauleiter des Bezirksamtes freute sich über den problemlosen und schnellen Ablauf: „Es gab keine Aufregung und lediglich zwei Beschwerdeanrufe.“ Staus konnten vermieden werden. Der Verkehr auf dem Schulweg lief problemlos. Es mussten auch keine Fahrzeuge abgeschleppt werden.
Til Bernstein, Vorsitzender der Quartiersgemeinschaft Osterstraße, zeigte sich dennoch nicht zufrieden. „Es ist schade, dass die Geschäftsleute von der Baustelle zufällig aus der Zeitung erfahren haben.“ Diverse Verkäufer seien „zu spät informiert worden“, und Kunden blieben in jedem Fall weg. Einige Verkäufer an der Osterstraße könnten „bei rechtzeitiger Kenntnisnahme und ordentlicher Planung beispielsweise Personal einsparen“.
Busfahrgäste wurden auch überrascht: Gleich mehrere Haltestellen fuhr der 4er-Bus nicht an – anders als vorher angekündigt. So warteten Mitfahrer am Wochenende vergeblich an den Haltestellen Kaiser-
Friedrich-Ufer, Schulweg und teilweise Schlankreye, zudem fuhr auch kein Bus stadtauswärts die Haltestellen Apostelkirche und Sartoriusstraße an.
Das Bezirksamt hatte angekündigt, dass im Bereich der Baustelle in der Osterstraße die Stationen nicht angefahren werden – am Ende waren es noch deutlich mehr. Vom HVV fand sich nur ein Hinweis auf der Internet-Seite.
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