Osterstraße: Bau der Fahrstühle beginnt

Haltestelle mit lange gefordertem Fahrstuhl: So soll es im Sommer 2013 an der U-Bahn-Station Osterstraße aussehen. (Foto: Hochbahn)

An der U Bahn-Haltestelle Osterstraße sollen in einem Jahr die Aufzüge fertig sein

An rot-weiße Absperrgitter haben sich Fußgänger, Radler und Autofahrer an der Osterstraße ja schon fast gewöhnt. Aber jetzt bleiben sie dauerhaft – und es passiert richtig was dahinter! Am U-Bahnhof Osterstraße wird ab Montag, 18. Juni, für die neuen Fahrstühle gebuddelt. „Wir beginnen mit dem barrierefreien Ausbau der Station“, so Hochbahn-Sprecherin Maja Weihgold. Bisher wurden Gas- und Stromleitungen verlegt, damit sie dem Lift nicht im Weg sind.
Ein Fahrstuhl wird auf dem Fanny-Mendelssohn-Platz, direkt neben den Ausgang zum Heußweg, der andere am Heußweg bei der Haspa, in Richtung Unnapark, installiert. In etwa einem Jahr sollen die Aufzüge fertig sein. Dann dürfte das beschwerliche Treppensteigen für ältere und gehbehinderte Menschen und das Kinderwagenschleppen für Familien ein Ende haben.
Bei der Aktionsgemeinschaft Quartier Osterstraße (AQO) freut man sich auf den seit Jahren geforderten behindertengerechten Zugang zum U-Bahnhof – auch wenn die Händlergemeinschaft eine andere Bau-Reihenfolge lieber gesehen hätte. Das Problem:Ein Teil des Fanny-Mendelssohn-Platzes wird auch während der Weihnachtszeit von der Baustelle in Beschlag genommen – laut Weihgold etwa ein Viertel der Gesamtfläche. Und diese fehlt für den Weihnachtsmarkt. Hieß es vor ein paar Wochen noch, der Adventstrubel muss dann ausfallen, geht es nun doch anders. „Es wird eine kleinere Version des Weihnachtsmarkts geben“, so AQO-Vorsitzender Till Bernstein. Verzichtet werde auf das Kinderkarussell.
Während die Hochbahn in knapp zwei Wochen ihre Baustelle einrichtet, ist der Landesbetrieb Straßenverkehr bereits dabei. Bis etwa Mitte Juli wird die Bushaltestelle Osterstraße in nördlicher Richtung umgebaut. Der Wartebereich für Fahrgäste wird verbreitert, zwischen Radweg und Fahrbahnkante sollen neue Unterstellhäuschen hin. Die Busse werden nach dem Umbau auf der Fahrbahn halten.

Kosten und Zeitplan
Etwa 2,2 Millionen Euro kosten die Fahrstühle und der Umbau der U-Bahn-Station Osterstraße insgesamt. Im Bahnhof selbst werden die Bahnsteige an bestimmten Stellen erhöht, damit Fahrgäste mit Rollstuhl, Kinderwagen oder Rollator bequem in die Züge kommen. Zudem gibt es Orientierungsstreifen für Blinde. Am Antlitz der Station wird sich kaum etwas ändern, die Kacheln und Einbauten bleiben, das Licht wird aber erneuert. Um die Bahnsteige umzubauen, wird die Linie U2 voraussichtlich in den Frühjahrsferien 2013 für zwei Wochen komplett gesperrt. Dann soll auch in den Stationen Emilienstraße und Christuskirche umgebaut werden. An der Osterstraße soll im Sommer 2013 alles fertig sein, für die beiden anderen Stationen ohne Fahrstühle gibt es noch keine Zeitangaben.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.