Oscar Troplowitz: Unternehmer und Mäzen

Oscar Troplowitz wurde am 18. Januar 1863 in Schlesien als Sohn eines jüdischen Maurermeisters geboren. Als 27-Jähriger kaufte er das Laboratorium von Paul Carl Beiersdorf in Altona. Zwei Jahre später errichtete er in Eimsbüttel eine eigene Fabrik. (Foto: pr)

150. Geburtstag des Beiersdorf-Gründers – Kunsthalle zeigt Ausstellung

René Dan, Eimsbüttel – Eigentlich wollte Oscar Troplowitz Architekt werden, doch es kam anders. Der gebürtige Schlesier legte in Eimsbüttel den Grundstock für eine Weltfirma: Beiersdorf. Am 18. Januar jährte sich der Geburtstag des Apothekers, Unternehmers und Mäzens zum 150. Mal. Nicht nur der Konzern gedenkt seines innovativen Pioniers: Die Hamburger Kunsthalle zeigt Troplowitz zu Ehren eine Sonder-Ausstellung. Hatte der Apotheker doch vor seinem Tod der Kunsthalle Meisterwerke vermacht, darunter Bilder von Alfred Sisley oder Max Liebermann. Besucher können noch bis zum 30. Juni die wichtigsten Bilder der Troplowitz-Sammlung betrachten.
Oscar Troplowitz, der 1890 Paul Carl Beiersdorfs Laboratorium übernahm, vermochte seine künstlerische Ader auch kommerziell zu nutzen. So gehörte er zu den Pionieren des Produkt-Designs. Gemeinsam mit einem Team entwickelte er beispielsweise die runde Form der Nivea-Dose – und wusste sein Produkt in Werbekampagnen anzupreisen.
Weniger bekannt sind die vergleichsweise fortschrittlichen Arbeitsbedingungen und die recht gute Bezahlung, die der 1918 Verstorbene seinen Mitarbeitern ermöglichte. Seinen Jugendtraum Architektur vermochte der zeitweilige Bürgerschaftsabgeordnete indirekt zu verwirklichen: Er ließ die repräsentative Villa Troplowitz bauen – und unterstützte Hamburgs bedeutenden Oberbaudirektor Fritz Schumacher.
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