Ordnungswahn in Eimsbüttel: Schon wieder!

Das Bezirksamt und seine Probleme mit den Bürgern - ein Kommentar

Soll ich jetzt lachen oder weinen? Das ist doch ein schlechter Traum. Zwickt mich mal jemand? Sofort!
Es ist eine schwierige Sache mit Anwohnerinitiativen auf städtischem Grund in Eimsbüttel – immer wieder gibts Ärger. Zwei Beispiele.
2013: Zoff um die Wechselstube auf dem Else-Rauch-Platz. Die soziale Tauschbörse wird bald nach dem Aufbau vom Bezirksamt abgeräumt.
2014: Streit um ein einen Quadratmeter goßes Beet, das Bürger Andreas Böhle seit Jahren pflegte. Plötzlich wurde es abgeräumt. Böhle protestierte, hunderte Eimsbütteler unterstützten ihn in seinem Kampf gegen den Ordnungswahn des Bezirksamts. Die Beet-Aktion wurde nicht nur dank der Sendung „Extra 3“ zur Satire. Schließlich durfte Böhle weiter machen. Nicht, weil das Amt das wirklich einsah. Sondern weil es so viel Druck von außen gab.
Bei jedem Streit geht es ums Prinzipielle. Das Amt will die Hoheit über öffentliche Flächen behalten, die – nur mal so nebenbei – häufig miserabel gepflegt werden. Nehmen Bürger etwas einfach so in die Hand, ist es nicht recht. Aber die Bürger haben ein Recht auf Stadt. Sie gestalten das, und sie machen am Stellinger Weg keinen Unfug. Kann zumindest niemand erkennen.
Der Tauschtisch stört keinen, macht vielen Freude und ist nicht im Weg. Warum zeigt das Amt nicht Möglichkeiten auf, wie so etwas trotzdem gehen kann? Ich verstehe es nicht. Echt nicht!
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