Null Fehler hatte niemand

77 Schüler schrieben beim Diktatwettbewerb um die Wette. (Foto: Joachim Herz Stiftung, Claudia Höhne)

120 Teilnehmer schrieben bei „Hamburg schreibt!“ in der Ida Ehre Schule um die Wette

Von Gaby Pöpleu

Muss das i-Tüfelchen eigentlich mit einem großen „I“ beginnen? Diese Frage schoss bestimmt vielen Teilnehmern der Diktatwettbewerbs in der Ida-Ehre-Schule in der Bogenstraße durch den Kopf. Denn hier ging es in Sachen Rechtschreibung ums Ganze: Schüler, Lehrer und Eltern kämpften in der Hamburger Endrunde um Sieg im Rechtschreibwettbewerb „Hamburg schreibt!“

Schwieriges Diktat mit vielen Fallstricken
Diesmal mussten nicht nur die Schüler ‘ran: Auch Lehrer und Eltern zeigten, was sie in Sachen Rechtschreibung drauf hatten, insgesamt über 120 Teilnehmer. Und das Diktat hatte es in sich: Es war extra für diesen Wettbewerb entworfen worden und zielte ganz besonders auf die Feinheiten der deutschen Sprache ab, war daher super schwer. So musste man zum Beispiel wissen, ob „‚Groß‘ und ‚Klein‘“ tatsächlich mit großen Anfangsbuchstaben beginnt, wie viele „R“ im Wort „Karussell“ untergebracht werden müssen und ob man „ebenjenen“ nicht lieber getrennt schreiben sollte.
Das Ergebnis war daher nicht überraschend: Null Fehler hatte niemand. Am wenigsten Fehler machten Schülerin Jana Suder vom Gymnasium Rahlstedt (neun Fehler), Christian Korioth-Steinbach, Lehrer an der Wichern-Schule (sechs Fehler) und Vater Hans-Peter Schöllhorn (acht Fehler). Sie dürfen am 14. Juni in Frankfurt gegen Teilnehmer aus ganz Deutschland antreten.

Schülerdurchschnitt: 26 Rechtschreibfehler
Auch prominente Teilnehmer hatten sich in den „Ring“ gewagt. Musiker und Schriftsteller Thees Uhlmann bekannte freimütig: „Mein letztes Diktat in der Schule war eine Sechs. Schon allein deswegen wollte ich mal sehen, ob ich inzwischen etwas dazugelernt habe.“
Mit 26 Fehlern erreichte er immerhin die Durchschnittsfehlerzahl der Schüler. Außer Uhlmann wollten auch viele Teilnehmer aus dem vergangenen Jahr wissen, wie sich ihre Rechtschreibkenntnisse entwickelt haben.
Wer wissen möchte, wie es um die eigenen Rechtschreibkenntnisse bestellt ist, kann das Wettbewerbsdiktat nachschreiben. Das Diktat ist als Text- und Hördatei abrufbar unter
www.hamburg-schreibt.org

Um die Wette richtig schreiben
Der Wettbewerb „Hamburg schreibt“ ist von der Joachim Hertz Stiftung hamburgweit ausgelobt worden. 16 Schulen hatten Teilgenommen: 77 Schüler, 21 Eltern und 26 Lehrer waren in der Endrunde gegeneinander angetreten.
Der Diktatwettbewerb war nach französischem Vorbild entwickelten worden, „um die Auseinandersetzung mit der deutschen Sprache zu fördern“, betonte die stellvertretende Vorstandsvorsitzende Andrea Pauline Martin betont, und „nicht um mit erhobenem Zeigefinger auf Fehler hinzuweisen.“
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