„Niemand will die Rote Flora räumen“

Soll bleiben, was sie ist: Die Rote Flora (links). Das Gebiet rund um das Stadtteilkulturzentrum im Schanzenviertel soll mit einem Bebauungsplan gesichert werden – damit auch der Florapark und der dortige Bunker (im Hintergrund). (Foto: fs)

Was Politik und Verwaltung im Schanzenviertel vorhaben

Von Fritz Schenkel, Sternschanze – Wie geht es weiter mit den gründerzeitlichen Wohnstraßen des Schanzenviertels, die den Flora-Park begrenzen? Glaubt man den Äußerungen des Fachamtes für Stadt- und Landschaftsplanung Altona sowie den in der Bezirksversammlung Altona vertretenen Parteien, dann wird es zukünftig weniger Anlass zur Sorge über Verdrängungsprozesse geben.
So lassen sich die Aussagen von Verwaltung und Politik auf einer öffentlichen Veranstaltung zum Bebauungsplan-Entwurf „Sternschanze 7“ zusammenfassen. Dabei geht es darum, das Gebiet zwischen Schulterblatt, Juliusstraße und Lippmannstraße und den Bahngleisen in seinem jetzigen Charakter zu erhalten.
„Wir wollen ein Quartier sichern und die gastronomische Nutzung maximal auf dem jetzigen Stand lassen“, sagte Frank Conrad aus dem Fachamt für Stadt- und Landschaftsplanung. Auch zu einem weiteren Themenbereich, der seit Jahren für Zündstoff sorgt, gab es klare Aussagen. „Niemand will die Rote Flora räumen“, erklärte Mark Classen (SPD), der Vorsitzende des Planungsausschusses. Vielmehr sei sie als „Stadtteilzentrum“ in die Planung mit aufgenommen worden. Auch die Runde der weiteren Parteienvertreter sprach sich für den Erhalt aus. Aus dem auf der Veranstaltung anwesenden Kreis der Roten Flora hieß es auf Nachfrage, man wolle „das Ganze nicht kommentieren“ und werde auch in Zukunft das Hauptaugenmerk auf die eigene Kraft legen.
Zum Hochbunker im Flora-Park, der seit Jahren vom Verein „Kilimanschanzo“ als Kletterbunker genutzt wird, hieß es von Heinz Ewers, dem bezirklichen Sanierungsbeauftragten: „Die qualitätvolle, nachhaltige Arbeit am Bunker“ solle gewährleistet werden. Das erste große Hindernis auf dem Weg dorthin kostet jedoch viel Geld: Der Bunker ist noch im Besitz des Bundes und muss von der Stadt erst angekauft werden.
Zum Problem der nächtlichen Parknutzung erklärte Conrad: „Ein Bebauungsplan hat nichts mit inhaltlicher Nutzung zu tun.“ Bemängelt wurden auch die fehlenden Angebote im Viertel für ältere Menschen.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.