Niels Annen gewinnt in Eimsbüttel

Hats geschafft: Niels Annen (SPD) zieht für Eimsbüttel in den Bundestag ein. (Foto: pr)

SPD-Bewerber holt Direktmandat für die Sozialdemokraten wieder

Zwei Eimsbütteler sind im neuen Bundestag vertreten: Niels Annen hat das Direktmandat für die SPD zurück erobert. Konkurrent Rüdiger Kruse unterlag, zieht aber über die Landesliste der CDU ins Bundesparlament ein.
Mit knapp 53.000 Stimmen (37,5 Prozent) lag Annen im Wahlkreis Eimsbüttel um gut 6.000 Stimmen vor Kruse. Der Christdemokrat erreichte 33,3 Prozent.
Vor vier Jahren gewann der CDU-Mann überraschend das Direktmandat im traditionell roten Eimsbüttel. Die SPD war damals zerstritten, Direktbewerber Danial Ilkhanipour lag mit 23,8 Prozent der Erststimmen schließlich noch hinter der Grünen-Konkurrentin.
Erstes Ziel der Sozialdemokraten war daher, das Ticket nach Berlin zurück zu erobern. Das hat geklappt. Zufrieden zeigte sich darüber Gewinner Niels Annen. Getrübt war seine Freude dabei vom durchwachsenen Abschneiden der SPD auf Bundesebene. „Wir wollten einen Politikwechsel – das hat nicht geklappt.“ Annen ist seit Montag bereits in Berlin, er wird sich schleunigst Mitarbeiter für sein Büro in der Hauptstadt suchen. In Eimsbüttel will er demnächst ein Bürgerbüro einrichten.
Im Bezirk schnitt die SPD besser ab als auf Bundesebene: Die Sozialdemokraten erreichten bei den Zweitstimmen 31,4 Prozent, die CDU kam auf 30 Prozent. Die Grünen errangen 15,6 Prozent, die FDP 5,2 Prozent, die Linke 8,6 Prozent.
SPD-Hochburg war Eidelstedt mit 37,9 Prozent, in Harvestehude erreichte die CDU mit 36,1 Prozent ihr bestes Ergebnis. Die Grünen schnitten im Stadtteil Eimsbüttel am besten ab (23,9 Prozent), hier erzielte auch die Linke ihr Top-Ergebnis (13,5 Prozent). Die neue Partei AfD errang in Eidelstedt 5,0 Prozent. Die aus dem Bundestag gekippte FDP punktete am meisten in Rotherbaum und Harvestehude (8 und 9,5 Prozent), im Bezirk lag sie bei 5,2 Prozent.
Am wenigsten Lust aufs Wählen hatten die Eidelstedter: 68,3 Prozent stimmten dort ab, Spitzenreiter unter den Stadtteilen war Harvestehude mit 81,7 Prozent. Mit insgesamt 75,1 Prozent hatte Eimsbüttel die
höchste Wahlbeteiligung unter den Bezirken (Hamburg-Durchschnitt: 69,6 Prozent).

Ergebnisse: Eimsbüttel, Hamburg, Bund


Bezirk Eimsbüttel
CDU: 31,0
SPD:  31,4
Grüne:  15,6
FDP: 5,2
Die Linke: 8,6
Piraten: 2,7
AfD: 3,7

Hamburg
SPD: 32,4
CDU: 32,2
Grüne: 12,6
FDP: 4,8
Linke: 8,8
AfD: 4,1

Bund
SPD: 25,7
CDU: 41,5
Grüne: 8,4
FDP: 4,8
Linke: 8,6
AfD: 4,7
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