Neustart nach den Sommerferien

Auf dem Pausenhof der Schule Kielortalle wird ab August nachmittags viel los sein: 345 Kinder sind für die Nachmittagsbetreuung angemeldet.

Mehrere Grundschulen bieten ab August mit dem ETV
eine Betreuung bis in den Nachmittag an – ist alles vorbereitet?

Von Carsten Vitt.
Eine Handvoll Erzieher fehlt noch, an den Kantinen wird noch gebaut – aber nach den Sommerferien soll alles bereit sein für einen Neustart. Die Grundschulen Kielortallee und Tornquiststraße bieten ab August eine Betreuung der Kinder bis in den Nachmittag an – eine Bestandsaufnahme.
Im Moment hat Beate Ulisch noch zwölf Stellen zu vergeben. „Aber wir haben noch viele Bewerbungsgespräche.“ Daher sei sie zuversichtlich, dass genügend Personal da sein werde. Ulisch koordiniert beim Eimsbütteler Turnverband (ETV) die Ganztagsbetreuung (GBS, siehe Kasten) an insgesamt vier Schulen – in Eimsbüttel für die Schulen Kielortallee und Tornquiststraße. Ab August gibt es zusätzlich eine Betreuung bis 16 beziehungsweise 18 Uhr. Am Ablauf des Unterrichts an den Schulen ändert sich kaum etwas: Bis etwa 13 Uhr ist reguläre Schulzeit. Danach gibt es Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung und – je nach Interesse und Nachfrage – verschiedene kreative oder sportliche Kurse.
An der Kielortallee sind 345 Kinder für den Nachmittag angemeldet, an der Tornquiststraße 240 Kinder. Weil die Plätze in den Kantinen nicht reichen, werden die Schüler in bis zu drei Schichten essen. Derzeit wird an den Küchen noch gebaut, alles soll aber bis zum Schulbeginn im August fertig sein.
Dass alles von Anfang rund läuft, erwartet niemand. Die Elternvertreter sind gelassen. „Wir sind mit der Elternbeteiligung, der Professionalität des ETV und mit den Ergebnissen zufrieden. Ungewiss ist natürlich, wie gut es mit der Umsetzung klappen wird. Da sind wir zugleich gespannt und gelassen“, sagt Arnold Stark vom Elternrat der Kielortallee.
Auch André Eichelbaum, Elternvertreter der Tornquiststraße, ist insgesamt zuversichtlich für den GBS-Start: „Es gibt noch leichte Unsicherheiten wegen geplanter Umbauarbeiten, bei denen wir aber davon ausgehen, dass sie termingerecht abgeschlossen werden. Für mich als Elternvertreter fiel positiv auf, dass der ETV stets an einem hohen pädagogischen Standard für die GBS-Gestaltung festhielt, obwohl von Seiten der Behörde die Vorgaben immer weiter aufgeweicht wurden“, so Eichelbaum.

Was ist GBS?
Die Ganztägige Bildung und Betreuung (GBS), auch offene Ganztagsschule genannt, ersetzt im Prinzip in den nächsten Jahren die außerschulischen Hortangebote. Das Konzept: Bis 13 Uhr ist wie bisher Unterricht, dann schließen sich Mittagessen, Hausaufgabenhilfe und Nachmittagsangebote wie Sport, Musik- oder Kreativkurse an. Bis 16 Uhr ist das kostenlos, Zeiten danach, Betreuung vor 8 Uhr sowie in den Ferien müssen extra bezahlt werden. Das Mittagessen kostet 3,50 Euro pro Kind.
Bei GBS unter ETV-Regie sind 20 Schüler in einer Gruppe. Dafür sind jeweils ein Stammbetreuer – in der Regel ein Erzieher oder Sozialpädagoge – und eine weitere Kraft, zum Beispiel Studierende oder auch pensionierte Lehrer, vorgesehen. CV
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