Neues Verfahren für die 4 ½ jährigen Untersuchung in der Schule gestartet

Hamburg: Hamburg-Haus | BEA Eimsbüttel

BEA Eimsbüttel informiert - Schule trifft auf Kita: Es ist ein spannender Moment für kleine Kinder und ihre Eltern: Das Vorstellungsverfahren der zukünftigen Grundschüler, rund eineinhalb Jahre vor ihrer Einschulung.

Das Schulgesetz sieht vor, dass alle Kinder, die zum August 2014 schulpflichtig werden, jetzt in der zuständigen Grundschule vorstellig werden. Die Schulen laden die neuen Schülern mit ihren Eltern zu Vorstellungsgespräche (häufig Viereinhalbjährigen Testung genannt) ein. Sie finden statt vom 27.11.2012 bis zum 08.01.2013.

Was ist neu an der 4 1/2 jährigen Untersuchung?

Anhand eines neuen standardisierten Instrumentes mit einheitlichen Kriterien werden die Kompetenzen des Kindes einerseits von den Erziehern des Kindergartens zusammen mit den Eltern und andererseits von der Schule eingeschätzt. Dieses kooperative Verfahren ist neu und dient der besseren Koordination zwischen Kindergarten und Schule. Der Schwerpunkt der Einschätzung liegt in der Erfassung eventueller Sprachförderbedarfe. Aber auch Kompetenzen und weitere Förderbedarfe werden schriftlich festgehalten.

In der Vergangenheit fanden die Vorstellungsgespräche meistens ohne die Einbindung des Kindergartens statt. Innerhalb kürzester Zeit sollte das Schulpersonal ein unbekanntes Kind einschätzen. Eine kaum zu erfüllende Aufgabe, vor allem bei schüchternen oder aufgeregten Kindern.
Nach dem neuen Verfahren erhalten die Schulen frühzeitig differenzierte und ausführliche Informationen aus den Kitas und nutzen diese. Im Bedarfsfall kann eine gemeinsam verantwortete Förderplanung stattfinden und eine entsprechende Beratung der Eltern erfolgen.
Es ist den Eltern freigestellt der Schule die Einschätzungen des Kindergartens offenzulegen. Sollten die Eltern dieser Kooperation widersprechen oder das Kind gar keinen Kindergarten besuchen, schätzen die Schulen das Kind während des Vorstellungsgespräches eigenständig ein.

Bewertung der neu gestalteten Untersuchung
Der Bezirkselternausschuss Eimsbüttel, die Elternvertretung der Krippen, Kitas, Horte und Nachmittagsbetreuung an GBS-Schulen, im Bezirk Eimsbüttel hat sich mit den Einschätzungsverfahren beschäftigt.
Das neue Verfahren hat auf der letzten BEA-Sitzung eine Referentin aus der BASFI („Sozialbehörde“) vorgestellt, die das Verfahren entwickelt hat. In der angeregten Diskussion über dieses sensible Thema stellte der BEA fest, dass das verbesserte Verfahren weiterhin kritisch, die Kooperation zwischen KiTa und Schule aber positiv ist. Christian Martens (BEA): „Das neue Verfahren ist ein guter Schritt in die richtige Richtung.“ Kirsten Stange vom BEA ergänzt: „Die Erzieher kennen die Kinder und sind hervorragend geeignet, eine zutreffende Einschätzung vorzunehmen. Der BEA Eimsbüttel wünscht, dass das Verfahren noch weiter von der defizitär orientierten Sicht auf eine kompetenzorientierte Sicht umgewandelt wird.“

Der BEA Eimsbüttel rät den Eltern zur Wahrnehmung eines ausführlichen Elterngesprächs, in dem der Kompetenzeinschätzungsbogen gemeinsam ausgefüllt werden kann. Die Einschätzungen der Erzieher beruhen auf monatelangen Erfahrungen mit den Kindern. Sie sind nicht durch den kurzen Blick der Schule aufzuwiegen.

Der BEA Eimsbüttel wird die weitere Anwendung des neuen Verfahrens weiter beobachten und steht interessierten Eltern jederzeit bei Fragen zu diesem Thema zur Seite ( info [at] bea-eimsbuettel.de ). Die nächste BEA-Sitzung findet am 10.Januar 2013 um 19.30 Uhr im Hamburg-Haus statt (siehe: http://www.facebook.com/group.php?gid=110333385679...).
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.