Neuer Fernbahnhof: Häppchentaktik schafft kein Vertrauen

Warum die Bahn ihre Pläne den Bürgern gut erklären muss - ein Kommentar

Die Bahn plant so, wie es für das Unternehmen am günstigsten ist – alle Extrawünsche kann die Stadt bezahlen, und Beeinträchtigungen haben die Bürger auszubaden. Diesen Eindruck haben Bürgerinitiativen, die sich intensiv mit den Plänen zum Neubau des Fernbahnhofs Altona beschäftigen, immer wieder. Sei es die grundsätzliche Entscheidung, den gut an das S-Bahn- und Bus-Netz angeschlossenen Fernbahnhof Altona in das Niemandsland am Diebsteich zu verlegen. Sei es die Architektur des Gebäudes, das in der Stadt als „Hundehütte“ empfunden wurde und für dessen Aufwertung die Stadt zahlen soll. Sei es die Planung zum Baustellenverkehr, die vor allem zu Lasten der Anwohner geht. Wenn über mehrere Jahre heftiger Lärm und Verkehr zu erwarten ist, sollte man das den Bürgern gut erklären, warum das so sein soll.
Im Sommer hieß es, es gebe keine Alternative zu der ausgewählten Baustraße durch Stellingen, im Herbst werden doch welche genannt – aber zugleich, und nicht immer nachvollziehbar, als ungünstig verworfen.
Mit dieser Häppchentaktik und unnachgiebigen Art schafft das Unternehmen kein Vertrauen, kein Wohlwollen und keine breite Akzeptanz für die Neubaupläne bei Bahnhofsnutzern und Bürgern in Altona und Stellingen. Aber wahrscheinlich ist das der Bahn auch vollkommen egal.
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Michael Schulz aus Stellingen | 12.01.2017 | 01:14  
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