Nachhilfe für einen bösen Piraten

Da kommen neue Nachrichten: Lehrerin Cecile Kronitz trägt gemeinsam mit Schülern der Lutterothschule die Piratenkiste von Jolly Roger. (Foto: fh)

„Who is Jolly Roger?“: Internationales Lernprojekt an der Schule Lutterothstraße

Frauke Heiderhoff, Eimsbüttel – Piraten sind üble Gesellen. Können aus ihnen gute Menschen werden? Die Kinder der Schule Lutterothstraße helfen gerade einem Freibeuter dabei, Gutes zu tun. Es ist ein internationales Austauschprojekt, an dem Schulen in Dänemark, Belgien oder Estland beteiligt sind.
Jolly Roger sitzt einsam auf einer Insel und lässt die Kinder per Flaschenpost wissen: „Ich war nicht nur ein böser, sondern ein richtig böser fieser Pirat. Wie sehr wünsche ich mir, ein guter Pirat zu sein.“ Glitzernde Schatzkisten kamen in der Schule an, darin Rätsel und Aufgaben für alle Klassen. „Es geht darum, den Kindern zu zeigen, dass sich jeder Mensch verändern kann“, sagt Lehrerin Cecile Kronitz. In einem von der Musiklehrerin selbst gedichteten Lied singen die Schüler dann auch: „Wir sind mutig, stark und schlau und wissen ganz genau – wie es ohne Streiten geht.“ Mit vereinten Kräften versuchen die Kinder dem Piraten zu helfen.
Das fächerübergreifende Projekt „Who is Jolly Roger?“ ist Teil des Comenius-Programms der Europäischen Union. Ziel: die sozialen Kompetenzen der SchüIer zu stärken. Beteiligt sind insgesamt sieben an der Küste gelegene Grundschulen in Dänemark, Belgien, Norwegen, Spanien, Großbritannien, Estland und Deutschland. Die Kinder tauschen Ideen, Arbeiten, Rezepte, Tänze, Lieder, Spiele und eigene Erfahrungen aus.
Sie telefonieren über
Skype, schreiben E-Mails und tauschen sich über den „Piraten-Blog“ aus – auf Englisch, Deutsch und Spanisch. Im Musikunterricht werden auch dänische Lieder gesungen.
Aber auch private Kontakte können entstehen. Ein Projektteam an der Schule stellt gemeinsam mit den Kollegen der Partnerschulen Material für den internationalen Unterricht zusammen. „Das Piratenprojekt kommt super bei den Schülern an“, bilanziert Lehrerin Cecile Kronitz. Und Lina (7), Mina (7) und Sevgi (8) finden es „sehr cool, Roger zu helfen“.
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