Musikfestival: Russische Klänge

Plattform für weniger bekannte Künstler: Jascha Nemtsov (Klavier) und David Geringas (Violoncello) treten beim russischen Kammermusikfest auf, das der Eimsbütteler Verein Musikförderung organisiert. Fotos: pr
Russische Komponisten? Da fallen den meisten Zeitgenossen wahrscheinlich höchstens Rachmaninow, Tschaikowsky und Schostakowitsch ein. Gebhardt Dietsch, Mathias Meyer und Isolde Bayer kennen noch eine Menge mehr – und diese wollen sie in Hamburg vorstellen. Die drei Klassikexperten sind aktiv beim Verein Musikförderung, der seinen Sitz in Eimsbüttel hat. Von hier aus haben sie das zweite russische Kammermusikfestival in Altona und der Neustadt auf die Beine gestellt.
„Wir wollen damit Künstlern eine Plattform bieten, die noch nicht so bekannt und massenwirksam sind“, sagt Meyer, der den Verein vor acht Jahren gegründet hat. Impuls war eine einfache Erkenntnis:Außergewöhnliche Konzertereignisse mit guten, aber eher unbekannten Künstlern haben in der auf Gewinn fixierten Klassikbranche meist keine Chance. Daher der gemeinnützige Förderverein, der bis heute drei besondere Veranstaltungsreihen etabliert hat.
Der Opernsalon gehört dazu – eine Reihe in kleinem Rahmen, bei dem die Besucher internationale Nachwuchssänger erleben können. Die Lüneburger Jazznights sind die zweite Konzertreihe. Mit dem Kammermusikfestival ging voriges Jahr ein neues Format an den Start, das dem deutsch-russischen Kulturaustausch jenseits der üblichen Trampelpfade verpflichtet ist. „St. Petersburg ist Hamburgs Partnerstadt – da wollen wir den Künstleraustausch fördern und die ganze Palette der russischen Komponisten bekannt machen“, sagt Dietsch.
Zu hören gibts vom 7. bis 18. September ungewöhnliche Solo-Abende – etwa mit dem Klaviervirtuosen Victor Bunin, der Werke seines Lehrers Samuil Feinberg interpretiert. Nachwuchskünstler wie das Duo Gerzenberg spielen auf, Friedemann Herz interpretiert Neue russische Orgelmusik. Die Konzerte finden in der Laeiszhalle und im Lichtwarksaal in der Neustadt sowie in der Kulturkirche Altona statt. Warum nicht in Eimsbüttel? „Da haben wir einfach noch keinen passenden Konzertsaal gefunden“, bedauert Meyer.
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