Mister Jugendhaus sagt Tschüss!

Hat den Bau des Jugendhauses am Sportplatzring miterlebt: Der heutige Leiter Kido Kokoscha. (Foto: Andreas Balzke)

Kido Kokoscha, Leiter des Stellinger Jugendhauses, verabschiedet sich nach 38 Jahren

Sören Reilo, Stellingen

Er gehört zum Stadtteil wie seine Arbeitsstätte mit den bunten Graffiti an der Fassade: Kido Kokoscha, Leiter des Hauses für Jugend, Kultur und Stadtteil (HdJ) in Stellingen. Nach 38 Jahren verabschiedet er sich, Ende März geht er in den Ruhestand.
„Als ich 1978 hier an den Sportplatzring kam, war das Haus noch eine Baustelle. Es roch nach Holz und frischem Zement, und ich war gerade mit meiner Erzieherausbildung fertig“, erinnert sich Kokoscha. Damals war ihm die Bedeutung seines Jobs noch nicht klar. „Wievielen jungen Menschen ich begegnen würde, um mit ihnen ein nicht unwesentliches Stück ihres Lebens gemeinsam zu gehen, sie zu begleiten, ihnen beizustehen, Beziehungen einzugehen, Vertrauen aufzubauen, sie zu ermutigen und manchmal auch zu trösten“ – das erlebt er erst im Laufe der Jahre. Das Wichtigste war ihm: Spaß und Freude am Leben zu vermitteln, positiv zu denken und mit Humor an ein gemeinsames ,Wir schaffen das schon - irgendwie!’ zu glauben.

„Diese Arbeit gibt unermesslich viel zurück“


„Ich bin dankbar, dass ich diese Arbeit machen durfte, denn sie gibt unermesslich viel zurück, wenn man ein dankbares Lächeln oder eine ehrliche kräftige Umarmung, ein erleichtertes Abklatschen oder ein gemeinsames Seufzen für kostbare Geschenke erhält.“
Es war ihm immer eine Freude, mit seinem Team Gastgeber für Veranstaltungen zu sein – sei es nun bei Musikkonzerten, Lesungen und Theatervorstellungen der Schulen, auf den Musicalvorführungen des Albrecht-Thaer-Gymnasiums oder der „Hallo Stellingen“-Gala, die das Stadtteilzentrum jährlich mit dem Bürgerhaus und der Tanz- und Ballettschule StepIn von Arlette Kocher organisiert hat. Auch für zahlreiche Info-Veranstaltungen zu Stadtteilthemen wie dem Stellinger Deckel, den Planungen zur „Neuen Mitte“ auf den Sportplätzen nebenan oder aktuell zu den Flüchtlingsunterkünften war das HdJ das Forum im Viertel.

Das alte Jugendhaus wird verschwinden

In ein paar Jahren wird auf dem jetzigen Sportplatzgelände ein neues Stadtteilhaus gebaut und das „alte“ HdJ wird es nicht mehr geben. „Ich hoffe, die Erinnerungen an dieses Haus und seine Menschen werden bleiben. Vielen Dank für die gemeinsame schöne Zeit mit Euch und mit Ihnen!“

Abschiedsparty
Am Sonnabend, 2. April, wird es ab 17 Uhr eine Abschiedsparty geben. Eingeladen sind alle, die sich mit Kido Kokoscha und „seinem“ Haus verbunden fühlen, Erinnerungen austauschen oder sich verabschieden möchten.
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