Milliarden für eine neue U-Bahn?

Hamburgs Westen soll einen U-Bahn-Anschluss bekommen - ob und wann die Linie U 5 zwischen Lurup und Bramfeld gebaut wird, ist derzeit offen. (Foto: Hochbahn)

Senat plant neue Strecke für Hamburgs Westen – Zweifel an den Plänen

Der SPD-Senat will eine neue U-Bahn-Strecke bauen lassen: Zwischen Lurup und Bramfeld soll in etwa 15 bis 20 Jahren die U 5 fahren – das Elbe Wochenblatt beantwortet die wichtigsten Fragen.

Warum eine neue U-Bahn?
Immer mehr Menschen nutzen Busse und Bahnen, vor allem in der Innenstadt stößt der öffentliche Nahverkehr an seine Kapazitätsgrenzen. Die U 5 soll die übervollen Linien entlasten und zudem die Stadtteile im Westen und Osten besser an die Innenstadt anbinden. Eine oberirdische Strecke, teilweise durch Wohnviertel, hält der Senat nicht für durchsetzbar. Zuletzt gab es massiven Widerstand gegen die Stadtbahnpläne der Vorgänger-Regierung.

Wo soll die Strecke verlaufen?
Von Lurup/Osdorfer Born aus über die Volkspark-Arenen zum Hauptbahnhof und dann weiter nach Bramfeld / Steilshoop. Zwischen Arenen und Hauptbahnhof gibt es zwei Varianten: Zum einen eine südliche über Bahrenfeld, Ottensen und Altona-Altstadt. Zum anderen eine nördliche, die über Stellingen, Lokstedt, Hoheluft und das Grindelviertel in die City führt. Vermutlich wird die Strecke entlang Volksparkstraße, Sportplatzring, Julius-Vosseler-Straße bis zum Siemersplatz und dann Richtung Süden entlang der Strecke der Metrobus-Linie 5 – also über Lokstedter Steindamm, Hoheluftchaussee, Grindelberg und Grindelallee – verlaufen. Welche Route gebaut wird, ist offen.

Was kostet die U-Bahn?
Es gibt noch keine konkreten Zahlen. Laut Hochbahn kostet ein Kilometer U-Bahn zwischen 80 und 120 Millionen Euro. Für die gesamte Strecke – etwa 30 Kilometer – ist also nach ersten Schätzungen mit 2,4 bis 3,6 Milliarden Euro zu rechnen. Vermutlich mehr, da solche Bauprojekte immer teurer werden als vorher geplant.

Woher kommt das Geld?
Vom Bund und von Hamburg.

Wann steht fest, dass die U-Bahn wirklich gebaut wird?
Erst nach der Bürgerschaftswahl 2015 – dann soll eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben werden. Kritiker sehen in den U-Bahn-Plänen daher ein Wahlkampfmanöver der SPD, um rechtzeitig vor den Wahlen zu den Bezirksversammlungen und zur Bürgerschaft mit großen Plänen zu punkten. Martina Koeppen (SPD) bekräftigt: „Die U-Bahn-Erweiterung kommt.“

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