Meister ihres Fachs - Nils Schubert aus Eimsbüttel als Malermeister freigesprochen

Hamburg. Dem Handwerk fehlen vielerorts Fachkräfte. So ergab eine Studie des Zentralverbands des Deutschen Handwerks Mitte des Jahres unter 14.000 Handwerksbetrieben, dass etwa ein Viertel der Handwerksbetriebe händeringend nach neuen Fachkräften sucht. Im Schnitt gibt es bei diesen Betrieben zwei offene Stellen. „Das Malerhandwerk braucht die neue Generation“, sagte Matthias Uderstadt auf dem Lukasfest der Maler- und Lackierer-Innung Hamburg, das jetzt stattfand. Der Landesinnungsmeister begrüßte dort 48 junge Maler und Lackierer, die soeben ihren Meisterlehrgang erfolgreich abgeschlossen haben und auf dem Lukasfest in der Hauptkirche St. Jacobi feierlich freigesprochen wurden. „Der Meisterbrief ist ein Zeichen höchster Qualität“, stellte Uderstadt heraus und machte somit deutlich, dass die 48 frisch gebackenen Meister, darunter fünf Frauen, die Fachkräfte von morgen sind. Unter ihnen ist auch Nils Schubert aus Eimsbüttel, der seinen Meisterbrief nach monatelangem Pauken und schweren Prüfungen von Uderstadt entgegennehmen durfte.

„Drei Dinge machen einen guten Meister: Wissen, Können und Wollen“, sagte Uderstadt und lobte damit das Engagement von Nils Schubert und den 47 anderen Absolventen. Karl-August Siepelmeyer, Präsident des Bundesverbandes Farbe Gestaltung Bautenschutz, ergänzte, dass die Jungmeister als Meister ihres Faches Betriebsleiter, Unternehmer und Ausbilder in einer Person sind. Auch Nils Schubert stehen nun als Meisterin zahlreiche Möglichkeiten offen. Selbstständigkeit, selbst ausbilden oder qualifizierte Positionen im Betrieb einnehmen – das sind nur einige Perspektiven, die sich den Jungmeistern bieten. Das Lukasfest stellt traditionell den Übergang in einen neuen Lebensabschnitt dar. Gemeinsam mit 300 Gästen wurde die Freisprechung von Nils Schubert und den 47 anderen Jungmeistern bis in die späten Abendstunden gefeiert.

Das Lukasfest der Hamburger Maler- und Lackierer-Innung fand in diesem Jahr zum 636. Mal statt. Als feierlicher Höhepunkt der Maler und Lackierer dient es nicht nur der Freisprechung der Jungmeister und Vorarbeiter sowie der Ehrung von Altmeistern, sondern ist auch ein Ort des Wissenstransfers der Branche. Jungmeister, die sich beispielsweise selbstständig machen wollen, können sich hier mit den erfahrenen Meistern der Innung zwanglos austauschen.
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