Mehr Kultur für Kinder und Jugendliche

Ausprobieren erlaubt: Kinder ins Museum lautet das Ziel des Kinderkulturbüros. Seit 2005 konzipiert der Verein Projekte und Ausstellungen speziell für Heranwachsende. Foto: pr
Hamburg: Kinderkulturbüro c/o KNIE |

Neuer Verein will Angebote in Eimsbüttel ausbauen

Maren Langenbach, Eimsbüttel

Ein verregneter Sonntag. Was tun? Ein Spaziergang um die Alster oder ein Besuch auf dem Spielplatz scheiden aus. Warum nicht mal eine Ausstellung besuchen? Aber mit Kindern ins Museum? „Doch, das geht – und zwar sehr gut!“, sagt Katja Stark, Initiatorin und Vorsitzende des Vereins Kinderkulturbüro, der seit Kurzem seinen Sitz in Eimsbüttel hat. In den Räumen des Vereins „KNIE – Kultur und Nachbarschaft in Eimsbüttel“ im Eppendorfer Weg 127.
Das Ziel des Vereins, den Stark vor zehn Jahren in Kiel gründete: Museen und Ausstellungen auch für Kinder und Jugendliche noch interessanter zu gestalten. „Wir wünschen uns, als Kooperationspartner der Museen zu fungieren und unsere Angebote als Ergänzung zur Museumspädagogik anzubieten“, erklärt Stark, die die Idee dazu aus ihrer eigenen Erfahrung entwickelte. Damals, noch als Studentin, nahm die heutige Kulturmanagerin ihren kleinen Sohn kurzerhand mit in die Museen und Ausstellungen. „Doch ich musste leider schnell feststellen, dass man dort auf ein Kind als Besucher nicht so sehr ausgerichtet war.“ Die kleinen Besucher müssten noch stärker berücksichtigt werden, dachte sich die heute 43-Jährige. „Dann mach mal und rede nicht nur“, sagten ihr Freunde und Bekannte. Sie machte: Im April 2005 startete das Kinderkulturbüro seine erste interaktive Ausstellung für Kinder ab acht Jahren.
„Bei der Planung haben wir immer die Bedürfnisse der Kinder im Kopf“, so die Vereinsvorsitzende. „In der Regel befragen wir sie auch zu unseren Ideen, bevor wir an die Umsetzung gehen. So können wir sicher sein, den richtigen Ton zu finden.“
Zusammenarbeit wird groß geschrieben
In Hamburg möchte der Verein nun Fuß fassen, erste Gespräche mit Museen laufen bereits. Für Eimsbüttel ist eine Zusammenarbeit mit Kinder- gärten, Schulen und anderen Kultur- und Bildungseinrichtungen geplant. Generationsübergreifende Trickfilmprojekte, Philosophieworkshops oder Ausstellungen mit großen und kleinen Kindern sollen entstehen.
Zusätzlich soll es ein kulturelles Angebot zum Thema „Mobbing und mehr Mut im Alltag“ für Schulen geben. „Die Tatsache, dass ,KNIE’ uns hier im Stadtteil als Partner so zuvorkommend aufgenommen hat, ist großartig“, freut sich Katja Stark. „Von allen Aktiven dort können wir lernen und zusammen Projekte entwickeln und ausbauen.“


Mitmachen

Wer mitmachen oder sich die Arbeit des Kinderkulturbüros einmal anschauen möchte, ist im Eppendorfer Weg 127 willkommen. Der Verein präsentiert sich auch im „denkwürdig“-Fenster von „KNIE“, in dem Objekte, Fotos oder Filme ausgestellt sind, die persönliche Geschichten erzählen.
❱❱ www.kinderkulturbuero.de
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