Mehr Grün für den Else-Rauch-Platz?

Berufsschüler haben sich Gedanken gemacht zur Gestaltung des Else-Rauch-Platzes. (Foto: pr)
Hamburg: else-rauch-platz |

Berufsschüler machen Vorschläge zur Gestaltung des Eimsbütteler Stadtteilplatzes

Weniger Grau, mehr Grün und eine sichtbare Gedenktafel für die Namenspatin: Das sind die Vorschläge einer Schülergruppe für den Else-Rauch Platz – das Elbe Wochenblatt beantwortet die wichtigsten Fragen.

Worum geht es?

Eine Gruppe von Schülern der Berufsschule am Ausschläger Weg hat sich über zwei Monate mit Geschichte und Gestaltung des Else-Rauch-Platzes beschäftigt.

Was sind ihre Eindrücke?
Der Platz wirkt auf die Schüler trist, grau und wenig einladend. Sein äußeres Erscheinungsbild stehe im Gegensatz zu dem regen Stadtteilleben um und auf dem Platz mit dem Flohmarkt, der Villa im Park oder regelmäßigen Festen. Zudem sei die Gedenktafel für Else Rauch sehr versteckt, den
meisten Passanten dürfte kaum bewusst sein, wer die Namenspatin überhaupt ist.

Wer war Else Rauch?
Sie war von 1926 bis 1933 Lehrerin an der Volksschule Lutterothstraße. Wegen ihrer jüdischen Wurzeln wurde sie unter den Nazis verfolgt, deportiert und ermordet. 1995 wurde der vormalige Methfesselplatz in Else-Rauch-Platz umbenannt.

Was kann besser werden am Platz?
Die Schülergruppe schlägt vor, den Platz grüner zu machen, eventuell einen kleinen Nachbarschaftsgarten dort anzulegen. Zudem soll an zentraler Stelle auf dem Platz eine Gedenktafel für Else Rauch in Form eines Buchs aufgestellt werden, so die Idee. Ob was draus wird, ist unklar.

Wo findet man Infos zum Platz?
Die Schüler haben einen Wikipedia-Eintrag erstellt – zudem gibt es eine Infoseite von der Villa im Park.

Else Rauch und ihr Platz


Else Rosa Rauch wurde 1888 in Lüneburg geboren, war von 1926 bis 1933 Lehrerin an der Volksschule Lutterothstraße.
Ihre Eltern konvertierten 1903 zum Christentum, Else Rauch war christlich getauft, wegen ihrer jüdischen Vorfahren wurde sie jedoch von den Nazis ermordet.
Der heutige Else-Rauch-Platz (zwischen Methfesselstraße, Lutterothstraße und Stellinger Weg) wurde Ende der 80er Jahre angelegt und 2000 zu seinem heutigen Antlitz umgestaltet.
Bis Ende der 60er Jahre war es ein Wendeplatz für die Straßenbahnlinie 16.

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1 Kommentar
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Marco Ritzmann aus Altstadt | 21.11.2014 | 11:14  
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