Mehr Geld für alle

Wenn die Verbraucherzentrale NRW Recht hat, werden viele Menschen 2017 mehr Geld in der Tasche haben. (Foto: panthermedia)

2017 werden Freibeträge erhöht – in Hamburg steigen aber auch viele Gebühren

Zimmermann/Vitt, Eimsbüttel

Das hört man gern: Ob Hartz IV-Bezieher, Rentner, Meisterschüler oder Trennungskinder – alle werden 2017 mehr Geld zur Verfügung haben. Das hat die Verbraucherzentrale Nord-rhein-Westfalen (NRW) ermittelt. Bundesfinanzminister Schäuble will (im Wahljahr) die Wähler schonen. Grundfreibetrag und Kinderfreibetrag werden erhöht.
In Hamburg wird allerdings an einigen Gebührenschrauben gedreht. Autofahrer bekommen die gestiegenen Parkgebühren zu spüren. Sie steigen, je nach Zone, auf drei Euro pro Stunde (bisher 2,50); zwei Euro (statt 1,20) und einen Euro (statt 60 Cent). „Eine Anpassung an das Niveau vergleichbarer Städte wie Berlin, Frankfurt oder München“, argumentieren die Behörden. Anzumerken ist, dass es in diesem Bereich seit Jahren keine Erhöhungen gegeben hat.
Teurer wird’s bei der Hausmüllentsorgung. Jeder Haushalt muss hier pro Jahr rund sieben Euro mehr berappen. Etwa 1,44 Euro soll jeden Haushalt die Erhöhung der Sielbenutzungsgebühr kosten.

Was gibt es Neues in den Stadtteilen?
Bauen, Bauen, Bauen: Das ist in fast allen Stadtteilen die Grundmusik. In Eimsbüttel wird die Osterstraße schätzungsweise Mitte des nächsten Jahres fertig, an der Bismarckstraße beginnt der Sielneubau von Hamburg Wasser. Entlang des Isebek-
kanals werden endlich Fuß- und Gehwege erneuert. In Stellingen werden die neuen Sportplätze an der Vogt-Kölln-Straße fertig. Das traditionelle Stadion am Sportplatzring wird aufgegeben, ein neues Wohnquartier mit 600 Wohnungen entsteht. An der A7 ist der zweite Teil der Brücke Langenfelde im Bau, Teile des Autobahndeckels werden fertig. Dem Karolinen- und Schanzenviertel steht erneut ein Besuch der Weltpolitik ins Haus: Die G20-Staaten tagen im Juli in den Messehallen – Protest voraus!

Werden sich die Wartezeiten in den Hamburger Ämtern insgesamt verringern?
„Ja, durch die Einarbeitung neuer Mitarbeiter werden die Wartezeiten in Kundenzentren im kommenden Frühjahr nach und nach sinken“, verspricht Bettina Maak (Bezirksamt Harburg). Nach Angaben der Bezirksamtssprecherin mussten Bürger in Hamburg zwischen dem 5. und 10. Dezember kaum Schlange stehen. Die Wartezeit betrug 37 Minuten bei Bürgern ohne Terminvereinbarung.
Wer einen Termin abgemacht hatte, musste zehn Minuten warten. Allerdings: die Vorlaufzeit für Termine lag bei 26 Tagen.

Auch das ist neu in 2017
Der Beitrag zur gesetzlichen Pflegeversicherung wird von 2,35 auf 2,55 Prozent angehoben. Dafür gibt es aber auch verbesserte Leistungen für mehr Pflegebedürftige.
Neu zugelassen werden ab
1. Januar nur noch Motorräder, die die Euro-4-Norm erfüllen – also weniger Schadstoffe auspusten und leiser sind. Ab 1. April müssen neu installierte Holzheizungen hinsichtlich Effizienz und Ausstoß von Abgasen Auflagen erfüllen. Kassenpatienten können ab 1. Juli ihren Doktor in einer Videosprechstunde konsultieren.
In Ballungsräumen wie Hamburg kommt das digitale Antennenfernsehen DVB-T2 - mit HD-Qualität und Ausgaben für ein neues Empfangsteil. Am 29. März 2017 wird auf den „hochauflösenden" Standard um- und die bisherige DVB-T-Übertragung dort alsbald eingestellt.
 auf anderen WebseitenSenden
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.