Markt siecht dahin - ob ein Umzug hilft?

Auf dem Markt an der Grundstraße ist am Mittwoch meistens zu wenig los. Händler beschweren sich über schlechte Umsätze. Kunden vermissen diverse Marktstände. (Foto: fh)

Wochenmarkt Grundstraße:Wie kommt er wieder in Schwung?

Frauke Heiderhoff, Eimsbüttel – Flaute am Wochenmarkt an der Grundstraße: Vereinzelte Stände verlieren sich mittwochs auf einer riesigen Fläche vor dem Polizeirevier. Um eventuelle Verbesserungen zu erreichen, wurden Händler, Kunden und Anwohner befragt. Das Ergebnis: Die Händler sprechen sich für ein Verlegen des Mittwoch-Marktes auf den Vorplatz der Apostelkirche aus. Kunden und Anwohner sind jedoch nicht bereit, den Markt dort häufiger zu besuchen als an der Grundstraße. Fazit des Bezirksamts Eimsbüttel: Dann lohnt der Umzug nicht.
Es gibt weitere Aspekte, die gegen einen Umzug sprechen, erklärt Klaus-Günter Scholz, Abteilungsleiter Marktwesen im Bezirksamt Eimsbüttel. Eine dauerhafte Verlegung wäre aus Steuergeldern zu finanzieren. Das kann nur gerechtfertigt werden, wenn mehr Einnahmen erzielt werden. Die Verwaltung könne nicht mehrere tausend Euro mehr ausgeben, dafür aber nicht einen Euro mehr einnehmen, so Scholz.
Teuer würden vor allem Umbauten, die bei einem Umzug nötig sind: das Aufstellen neuer Stromverteilerkästen, Wasseranschluss und Siel. Wie viel das alles kosten wird, rechnen Mitarbeiter der Verwaltung derzeit noch aus. Liegen die Kosten vor, kann die aus Politik und Verwaltung gegründete Arbeitsgruppe über das weitere Vorgehen entscheiden.
Scholz kann sich andere Alternativen zum „katastrophalen Mittwochsgeschehen“ vorstellen. Beispielsweise könne der Markt vollkommen eingestellt werden. Eine andere Möglichkeit wäre, die Händler in der Mitte zu konzentrieren. „Dann gibt es mehr Marktflair, und es werden Versorgungskästen und Reinigungspersonal gespart.“
GAL-Fraktionschef Roland Seidlitz will den Umzug des Mittwochsmarkts an die Apos-telkirche nicht ganz ausschließen. Argumente dafür seien beispielsweise das „Marktfeeling“ rund um die Kirche sowie die Bushaltestelle direkt vor der Tür.
Der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Carsten Ovens, spricht sich dafür aus, vor jeder weiteren Aktion die Kostenermittlung abzuwarten.
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